Tag des offenen Denkmals: Auch der Kaiserswerther Skulpturenpark ist geöffnet
Am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13. September, ist der Skulpturenpark Kaiserswerth an der Alten Landstraße 223 von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Dieses Objekt ist sowohl künstlerisch als auch historisch einmalig in Düsseldorf. Zugänglich für die Öffentlichkeit ist es nur am Tag des offenen Denkmals (zweiter Sonntag im September) und gelegentlich aus besonderen Anlässen.
Bis zum Ausbau der Kaiserswerther Festung ab 1688 stand dort die Walburgiskirche der Pfarrgemeinde „Kreuzberg“, außerhalb der Stadt Kaiserswerth. Nur die Friedhofskapelle ist noch erhalten. Das heutige Hauptgebäude des Anwesens war 1709 als „Bergisches Landgericht“ im Barockstil errichtet worden, später von einem landwirtschaftlichen Betrieb genutzt. Ab den 1950er-Jahren hat das Künstlerehepaar, Bildhauer Friederich Werthmann (1917 bis 2018) und Fotografin Maren Heyne (1941 bis 2025), das gesamte Objekt erworben, vor dem Verfall gerettet und als Wohnung und Ateliers hergerichtet. Um ihr außergewöhnliches Lebenswerk zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, haben sie es der Deutschen Stiftung Denkmalschutz übertragen. Im Skulpturenpark ist ein Querschnitt beziehungsweise eine Auswahl ihrer Arbeiten zu besichtigen. In diesem wunderbaren, grünen Park gibt es reichlich Sitzgelegenheiten (mehr unter www.werthmann-heyne-stiftung.de).


Weitere bedeutende, sehenswerte Objekte, die am Tag des offenen Denkmals in Kaiserswerth zu erleben und zu besichtigen sind, befinden sich im weitläufigen Park der Kaiserswerther Diakonie. Führungen finden um 13, 14 und 15 Uhr statt. Treffpunkt für Führungen ist am Eingang zum Hotel Mutterhaus, Alte Landstraße 179 (www.fliedner-kulturstiftung.de, Telefon 0211 56673780). In der Kaiserpfalz gibt es um 11 Uhr eine „gewandete Führung“ (in historischer Kleidung), in der Pfalzruine und über den Stiftsplatz um 15 Uhr. Treffpunkt ist am Eingang zur Pfalz neben dem Burghof.

Auch das historische Kalkum, angrenzend an Kaiserswerth, mit romanischer Kirche, alter Wassermühle und mehr als 20 historischen „Gütern“ und „Kotten“ ist für an örtlicher Geschichte interessierte Gäste einen Rundgang wert. An zwei Dutzend Gebäuden hat der Kulturkreis Kalkum e.V. Erläuterungstafeln angebracht. Das große, seit mehr als zwölf Jahren leerstehende Kalkumer Wasserschloss (Eigentümerin ist das Land Nordrhein-Westfalen) steht in einem zugänglichen Park mit schattenspendenden, teils botanisch besonderen Bäumen, einem Denkmal für Ferdinand Lassalle und einem (im Gebüsch versteckten) ehemaligen Eiskeller.