Rochuskapelle in Huckingen erstrahlt nun auch in der Dunkelheit
Seit 280 Jahren steht die Rochus-Kapelle in Huckingen. Nun erstrahlt sie in neuem Glanz: Neben einem neuen Anstrich bekam sie auch eine Beleuchtung. Bei der Einweihung nach der Restaurierung erinnerte Pastor Hermann-Josef Brandt an das Leben des Heiligen Rochus.
Diese Heiligenfigur steht in der Mitte der Kapelle. Die Kosten für Farbe und Restaurierung der Figur hat die Pfarrei St. Judas Thaddäus übernommen. Initiiert hat das Projekt der Förderverein St. Peter und Paul – die Kirche liegt in naher Umgebung. Das Team um den Vorsitzenden Hans-Georg Goworr ist damit dem Wunsch vieler Huckingerinnen und Huckinger nachgekommen, die Kapelle nicht weiter im Dunkeln stehen zu lassen.

Der Platz vor der frisch restaurierten Kapelle am Montag, 19. Oktober, war gut gefüllt. Neben Nachbarn und Gemeindemitgliedern waren auch Vertreter der Schützenbruderschaft Huckingen gekommen, auch einige Vertreter der Rochus-Kompanie. Diese reinigen die Kapelle beispielsweise stets vor dem Schützenfest.
Goworr bedankte sich bei allen Spendern, beteiligten Ämtern der Stadt Duisburg sowie den ehrenamtlichen Helfern. Er zeigte eine Postkarte aus früheren Jahren, die er von Willi Birnbaum in Kopie erhalten habe: „Bäume und Wohnbebauung sind auch heute noch da. Statt einer Holztür ist hier ein offenes Gitter mit Blick in die Kapelle und auf die Figur des Hl. Rochus.“
Der Heilige Rochus von Montpellier, der etwa von 1295 bis 1327 lebte, gilt als ein katholischer Heiliger, der vor allem als Schutzpatron gegen die Pest und andere Seuchen verehrt wird. Pastor Brandt erläuterte, dass er Pestkranke gepflegt hat und dann selbst an der Krankheit litt. Ein Hund aus der Nachbarschaft versorgte ihn mit Brot, ein Engel heilte ihn.

Der Huckinger Geistliche erinnerte daran, dass auch heute noch Pandemien und Quarantäne möglich seien, wie Corona gezeigt habe. Es sei sehr wichtig, sich um andere zu kümmern. Dieses gelte aber auch täglich: Man solle auf die Menschen zugehen, die außerhalb der Gemeinschaft ständen. Dieses sei eine Aufgabe, die nicht nur für Kirche, Schützen- und Bürgerverein gelte. Er sehe die Kapelle als dauerndes Mahnmal und erleuchtendes Zeichen im Zentrum Huckingens.





