Räuberin erbeutet bei Verkaufstreffen in Bissingheim ein Handy
In zwei Fällen haben vermeintliche Kaufinteressenten Mobiltelefone geraubt, die zuvor auf einem Kleinanzeigenportal zum Verkauf angeboten worden waren. Eine Tat ereignete sich in Bissingheim. Das teilt die Polizei mit.
Im ersten Fall verabredete sich eine 25 Jahre alte Frau am Freitag, 16. Oktober, gegen 19 Uhr an ihrer Wohnanschrift am Worringer Weg in Bissingheim mit einer Interessentin. Als die Verkäuferin das Handy zur Begutachtung überreichte, schlug die vermeintliche Käuferin der 25-Jährigen ins Gesicht und flüchtete zunächst zu Fuß und schließlich auf einem E-Scooter in Richtung Wedau. Im Rahmen einer Fahndung hielten die Beamten die 18 Jahre alte E-Scooter-Fahrerin an und fanden bei ihr das übergebene Handy. Dabei leistete die Frau massiv Widerstand und biss einem Beamten in die Hand. Da sie auch anschließend äußerst aggressiv auftrat und mutmaßlich unter dem Einfluss von Drogen stand, ordnete ein Richter des Amtsgerichts Duisburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg die Entnahme einer Blutprobe an. Der durch den Biss leicht verletzte Beamte konnte nach einer Untersuchung im Krankenhaus seinen Dienst weiter versehen.
Ein weiterer Fall ereignete sich am Sonntag, 18. Oktober, gegen 19.15 Uhr auf der Hochemmericher Straße. Hier sprühte ein unbekannter Mann einer 28 Jahre alten Verkäuferin unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht und flüchtete mit einem originalverpackten Handy samt Rechnung. Die 28-Jährige erlitt dabei eine leichte Verletzung im Gesicht und wurde durch eine Rettungswagenbesatzung versorgt. Die Frau beschrieb den Unbekannten als schlank und ihrer Einschätzung nach afrikanischer Herkunft. Er soll eine schwarze Mütze, eine schwarze Jacke sowie eine schwarze oder dunkelblaue Jeans getragen haben.
Im zweiten Fall sucht die Polizei nach dem Unbekannten und bittet Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu dem Tatverdächtigen geben können, sich unter der Telefonnummer 0203 2800 zu melden.
Tipps der Polizei
Die Polizei rät zur Vorsicht bei persönlichen Verkaufstreffen, besonders wenn es um hochwertige und leicht transportierbare Gegenstände wie Mobiltelefone geht. Nach Möglichkeit sollten Verkäufer die Bewertungen des Kaufinteressenten prüfen, für Übergaben belebte Orte wählen und eine Begleitperson hinzunehmen. Treffen sollten nur bei Tageslicht vereinbart werden. Bei plötzlichen Änderungswünschen des Gegenübers rät die Polizei zu Misstrauen. Komme es zu einer Bedrohung, solle man keinen Widerstand leisten und, sobald dies gefahrlos möglich ist, den Notruf 110 wählen.