Bewohner des Erich-Plauschinat-Hauses malen gemeinsam ein Wandbild
Auf zwei großen Holzplatten ist im Erich-Plauschinat-Haus an der Alten Landstraße 163 in Kaiserswerth ein farbenfrohes Wandbild entstanden. Bewohnerinnen und Bewohner haben es im Sommer unter Leitung der Haaner Künstlerin Ina Becker-Pütz gemalt. Es zeigt lokale Sehenswürdigkeiten und soll den Flur im zweiten Obergeschoss schmücken. Möglich gemacht hat das eine Spende der Johanniter Hilfsgemeinschaft Düsseldorf, die schon im Frühjahr neue Spiele für die Tovertafel des Hauses finanziert hatte. Das teilt die Kaiserswerther Diakonie mit, zu der die Einrichtung gehört.
Im Erich-Plauschinat-Haus leben 27 Frauen und Männer mit einer geistigen oder einer komplexen Behinderung. Damit möglichst viele von ihnen beim Kunstprojekt mitmachen konnten, wurde das Motiv vorab auf die Holzplatten übertragen. So konnten auch Bewohnerinnen und Bewohner mit körperlichen Einschränkungen mitmalen. Mit Acrylfarben und Pinseln, zum Teil auch mit den Fingern, füllten sie im Laufe des Tages die Flächen. Jede und jeder beteiligte sich so, wie es die eigenen Möglichkeiten und der Tagesablauf zuließen. Zum Abschluss wurde gemeinsam gegrillt.

„Für mich war besonders spannend zu beobachten, wie die Mitarbeitenden mit den Bewohnerinnen und Bewohnern umgehen. Wie gut es ihnen gelingt, sie zu unterstützen. Man hat die gute Beziehung zwischen ihnen wirklich gesehen“, beschreibt Einrichtungsleiter Carsten Neuen seine Eindrücke.
Ganz fertig ist das Gemeinschaftswerk noch nicht. Ina Becker-Pütz gibt ihm den letzten Schliff, danach wird es im Haus aufgehängt.
Die Tovertafel steht im Gruppenraum des betreuten Wohnens. Die interaktive Spielekonsole ist speziell für Menschen mit kognitiven Einschränkungen entwickelt worden. Von der Decke aus projiziert sie Spiel- und Erlebniswelten auf einen Tisch. Mit ihren Bewegungen lassen die Bewohnerinnen und Bewohner dort zum Beispiel Blumen wachsen oder spielen sich einen virtuellen Ballon zu. Die Spiele sprechen das Sehen und die Sinne an und bringen Bewegung und Austausch an den Tisch. Auch wer nicht selbst ins Spiel eingreift, erlebt die Projektionen, Bewegungen und Töne mit. Gerade für Menschen, denen Kontaktaufnahme wegen ihrer Beeinträchtigung schwerfällt, bietet das zusätzliche Möglichkeiten für gemeinsame Erlebnisse.