Ärztinnen und Ärzte am Florence-Nightingale-Krankenhaus erhalten zwei Auszeichnungen für die Krebsmedizin
Eierstockkrebs bleibt lange unbemerkt. Im Frühstadium verursacht der bösartige Tumor kaum Beschwerden, und in der Bauchhöhle hat er viel Platz, um zu wachsen. Treten Symptome auf, halten viele Frauen sie für harmlose Magen-Darm-Probleme. Bei zwei Dritteln der Erkrankten entdecken Ärztinnen und Ärzte das Karzinom erst in einem fortgeschrittenen Stadium, wenn die Krebszellen bereits in benachbarte Organe gewachsen sind. Wie gut die Heilungschancen dann stehen, hängt stark davon ab, ob sich alle Tumore vollständig entfernen lassen.
Genau dafür ist die Klinik für Gynäkologie am Florence-Nightingale-Krankenhaus an der Kreuzbergstraße 79 in Kaiserswerth jetzt gleich zweifach bestätigt worden. Von OnkoZert ist sie mit hervorragender Bewertung als Genitalkrebszentrum zertifiziert worden, von der europäischen Fachgesellschaft European Society of Gynaecological Oncology (ESGO) zugleich als Ausbildungszentrum ausgezeichnet. Das teilt die Kaiserswerther Diakonie mit.
„Wir sind stolz darauf, dass wir die gestiegenen Anforderungen durch komplexere chirurgische Eingriffe und eine fachübergreifende Versorgung bei der Behandlung von Patientinnen mit Ovarialkarzinom nachweislich erfüllen. Damit bieten wir unseren Patientinnen eine bestmögliche Behandlung und jungen Ärztinnen und Ärzten eine Ausbildung auf fachlich anerkanntem, internationalem Niveau“, sagt Dr. med. Saher Baransi, Departmentleiter Gynäkologische Onkologie.
Die Auszeichnung der ESGO tragen deutschlandweit sechs Kliniken. Weltweit gibt es 92 solcher Zentren, die meisten davon an Universitätskliniken. Sie müssen nachweisen, dass sie Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen auf hohem Niveau behandeln und zugleich Nachwuchs in der Frauenheilkunde ausbilden.
Das Florence-Nightingale-Krankenhaus ist das zweitgrößte Krankenhaus der Landeshauptstadt und gehört zur Kaiserswerther Diakonie. In zwölf Fachkliniken werden Patientinnen und Patienten vom Frühgeborenen bis zum Hochbetagten versorgt, die Schwerpunkte liegen in der Familien-, Tumor- und Notfallmedizin.