Im „Landgasthof Schenke“ stehen Veränderungen an
Am 20. Dezember wird Kristina Bress mit ihrem Team die Türen des „Landgasthaus Schenke“ an der Dorfstraße in Serm zum letzten Mal öffnen. „Dieser Schritt fällt mir nicht leicht“, äußert sich die Pächterin gegenüber NORDBOTE.de. Dauerhaft sollen Landgasthaus und Hotel aber nicht geschlossen bleiben, so Verpächter Rico Schenke.
Als Gründe nennt Kristina Bress neben den Kostensteigerungen und der schwierigen Personalsituation auch gesundheitliche Probleme. „Ich habe die ‚Schenke‘ hier in Serm sehr gerne geführt!“ Die „Schenke“ sei mehr als ein Arbeitsplatz gewesen: „Sie war ein Ort der Begegnung, der Geselligkeit und ein fester Bestandteil des bunten Dorflebens in Serm. Ob Karneval, gemeinsame Feiern oder gemütliche Abende – wir blicken auf viele schöne Jahre zurück.“ Sie habe hier viele Freundschaften geschlossen, die hoffentlich noch lange halten.
Ende 2020 hat Familie Bress die „Schenke“ übernommen und mit viel Herzblut sowie Engagement weiterentwickelt. Erfolgreich war letztendlich das Bemühen, den Biergarten weiter nutzen zu können. Mit mediterranen Spezialitäten sowie internationalen und deutschen Gerichten verwöhnte sie die Besucherinnen und Besucher.
„Von Herzen möchten wir DANKE sagen: Danke für eure Treue, euer Vertrauen und die vielen schönen Erinnerungen, die wir mit euch teilen durften. Ihr habt unsere Schenke zu dem gemacht, was sie war“, teilten die Pächter vor Kurzem in den sozialen Medien mit.
Wenn Familie Bress am Sonntag, 20. Dezember, zum letzten Mal Gäste bewirtet, soll wie gewohnt Essen à la carte gereicht werden. Bis dahin läuft der Betrieb an der Dorfstraße 80 in 47259 Duisburg-Serm ganz normal weiter. Die Gaststätte ist mittwochs bis samstags von 16.30 bis 22 Uhr sowie sonntags von 12 bis 21 Uhr geöffnet. Tischreservierungen und Essensvorbestellungen sind unter der Rufnummer 0203/36976793 möglich. Weitere Infos: www.landgasthof-schenke.de
Pläne für 2027
„Die Schenke soll nicht dauerhaft geschlossen bleiben“, erläutert Rico Schenke im Gespräch mit NORDBOTE.de. Er stehe in Kontakt mit Interessenten, die Hotel und/oder Gaststätte weiter betreiben möchten, aber noch sei kein Vertrag unterzeichnet. Der Ingenieur plant als Übergangslösung, zunächst die Hotelzimmer zu modernisieren und vor allem auf digitales Ein- und Ausschecken umzustellen, sodass keine Rezeption mehr notwendig ist. Das Wohnhaus soll als Airbnb-Unterkunft vermietet werden, ebenfalls mit digitalisiertem Zugang. Für den Umbau ist ein Monat vorgesehen. Frühstück soll es auch weiterhin vor Ort geben.

Solange kein neuer Pächter für die Gaststätte gefunden ist, soll die „Schenke“ nach jetzigem Stand punktuell geöffnet werden. „Die Türen kann ich immer aufmachen, etwa wenn hier beispielsweise in der Karnevalszeit gefeiert werden soll“, so Rico Schenke. „Zum Beispiel können Feiern stattfinden. Auf Wunsch könnte ich einen Caterer vermitteln.“ Geöffnet bleiben soll auch die Kegelbahn. Hier soll – auf Vertrauensbasis – bis auf Weiteres mit Selbstversorgung gearbeitet werden: Essen darf mitgebracht oder bestellt werden, Getränke stehen bereit und werden anschließend nach Verbrauch abgerechnet.
Wichtig ist dem 27-Jährigen, Familie Bress alles Gute für die Gesundheit und die Zukunft zu wünschen: „Ich danke für die gute Zusammenarbeit!“