Schwerpunkt Landwirtschaft: Spaziergang mit dem OB durch Serm
Welche Schwerpunkte die landwirtschaftlichen Betriebe in Serm haben und wie sie vor Ort arbeiten, das erfuhren mehr als 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger am Samstag, 10. Oktober. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Sören Link erkundeten sie diesen Schwerpunkt des Dorfes – und bis auf wenige Regentropfen spielte auch das Wetter mit.
Treffpunkt waren die Holtumer Höfe. Diese werden seit jeher landwirtschaftlich betrieben, erklärte Robert Greilich. Mit seiner Frau Marie-Bernadette hat er den Betrieb in vierter Generation von Marlies und Ferdinand Schmitz übernommen. In dem Familienbetrieb liegt der Fokus auf der naturnahen Rinderhaltung, das Fleisch wird durch den „Holtumer Landhof“ selbst vertrieben. „Wir versuchen, uns zukunftsfähig aufzustellen“, so der Bauer. Ein neuer Stall soll bald für mehr Tierwohl sorgen. Beim Ackerbau arbeite man eng mit dem Bengerhof zusammen, teile sich beispielsweise die großen landwirtschaftlichen Maschinen mit moderner Technik. Pensionspferde sowie die Pflege vor allem kommunaler Grünflächen seien weitere Standbeine.

Über die Felder in Richtung Rhein führte der Spaziergang dann zu Benger. Die Teilnehmenden nutzten die Möglichkeit, miteinander sowie beispielsweise mit dem OB oder anderen Politikern ins Gespräch zu kommen. Johannes Benger führt den Bengerhof mit seiner Familie ebenfalls in vierter Generation. Früher, als der Hof noch zwischen Dorfstraße und An der Bastei lag, wurden unter anderem Schweine gehalten. Durch die zunehmende Bebauung sei diese Haltung nicht mehr möglich gewesen. Heute liegt der Hof mit etwa 100 Pensionspferden aus dem Freizeit- und Turnierbereich auf der anderen Seite der Bastei, rundherum sind Felder. Johannes Benger: „Wir hoffen sehr, dass hier keine Bebauung kommt.“

Anschließend wurde die Gruppe bei „Bienen Lindner“ willkommen geheißen. Sabine und Stefan Lindner verkündeten in ihrem Geschäft für Imkerbedarf mit zahlreichen Produkten rund um die Bienen stolz, dass sie seit Kurzem der einzige Betrieb in Deutschland sind, der auch Wachs aus Gebieten verarbeiten darf, in denen der Gesundheitszustand der Bienen ungeklärt sei. „Das freut uns sehr“, unterstrich das Unternehmerehepaar. Viel Zeit und Kraft koste derzeit der Kampf gegen die Ausbreitung der asiatischen Hornisse. Fast täglich würden sie Nester entfernen, teils in großer Höhe. Gleichzeitig seien sie mit Vertretern der Parteien im Gespräch, denn das Problem treffe nicht nur die Imker. Bei den Gästen sorgte nicht nur das große Nest, das vor wenigen Tagen auf die Rheinpromenade gefallen war und jetzt kurzzeitig zum Vorführen aus der Tiefkühltruhe geholt worden war, für großes Interesse und viele Nachfragen.

Ein Besuch auf dem Bürgershof der Familie Blomenkamp stand abschließend auf dem Programm. Hier werden vor allem Kartoffeln und frisches Gemüse verkauft. Lisa Blomenkamp-Buse erzählte, dass in diesem Jahr wegen der Trockenheit mehrmals gewässert werden musste. Mit einer Kartoffelsuppe konnten sich alle stärken und den Austausch fortsetzen.












