In Kalkum wird unter und über der Erde rege gebaut
Im Kalkumer Unterdorf wird seit Jahren rege gebaut. Einerseits finden Tiefbauarbeiten statt, um Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Wasser zu erneuern und zu modernisieren. Andererseits wird baulich verdichtet. Meist werden kleinere oder auch früher landwirtschaftlich genutzte Gebäude ausgebaut, erweitert oder ersetzt.
Die Tiefbauarbeiten sind mit Einschränkungen auf Straßen und den meist sehr schmalen Bürgersteigen besonders belastend.
Die Düsseldorfer Netzgesellschaft (Stadtwerke), welche die Tiefbauarbeiten durchführen lässt, teilte dem Nordboten mit, dass durch unerwartete Hindernisse und Verdichtungen im Boden sich die Arbeiten sehr verzögerten. Die engen Verhältnisse, insbesondere Am Klompenkothen, wären eine besondere Herausforderung, da die Zufahrten zu den Anwohnern jeweils freizuhalten sind. Bei ein- und ausfahrenden Fahrzeugen müssen die Arbeiten immer wieder unterbrochen und die Baugruben abgedeckt werden. Unter dem Schwarzbach werden die Versorgungsleitungen mit Spülbohrungen durchgeführt. Stromversorgungsleitungen sollen in Zukunft unterirdisch liegen und nicht mehr an Holzmasten über der Erde hängen.
Im Frühjahr und Sommer hätten die Arbeiten auf Wunsch der Stadtverwaltung unterbrochen werden müssen, weil das Baugerät für die Erschließung des Eventgeländes auf den Messeparkplätzen in Stockum benötigt wurde, so die Netzgesellschaft.
Teils musste die Unterdorfstraße wieder aufgegraben werden, um Hausanschlüsse an das neu verlegte Netz vorzunehmen. Solche punktuellen Grabungen würden auch in Zukunft erforderlich. Seit 2023 würden auch neue Wohngebäude und deren Erschließung eine Rolle bei den anhaltenden Tiefbauarbeiten in Kalkum spielen. Neue Wohngebäude (vorwiegend Doppelhäuser) entstehen beispielsweise derzeit an der Unterdorfstraße und Auf der Hofreith. Nach heutigem Planungsstand sollen die Arbeiten der Netzgesellschaft im März 2027 abgeschlossen werden.
Die jüngst gebaute provisorische Baustraße von der Kalkumer Schlossallee über das freie Feld direkt zu Am Klompenkothen dient nicht als vorübergehende Zufahrt für die dortigen Anwohner während der Tiefbauarbeiten. Es ist eine Zu- und Ausfahrt für die bereits begonnenen Abriss- und Neubautätigkeiten Am Klompenkothen. Für die dabei zum Einsatz kommenden Baufahrzeuge und Arbeitsgeräte ist die schmale Straße ohne Bürgersteige Am Klompenkothen nicht geeignet.
Auf Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksvertretung 5 hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass nach Abschluss der Tiefbauarbeiten die Unterdorfstraße in den ursprünglichen Zustand mit Asphaltdecke wieder hergestellt wird. Betonpflaster wie auf den umliegenden Straßen (Viehstraße, Am Klompenkothen und Oberdorfstraße) sei nicht vorgesehen. Wegen fehlender personeller Kapazitäten in der Planung sei dies in absehbarer Zeit nicht möglich.