Benedict Stieber fordert für den Open Air Park 2027 eine bessere Verkehrslenkung
Aus Sicht des Veranstalters D.LIVE war die erste Konzertsaison im Open Air Park auf dem Messeparkplatz P1 in Stockum ein Erfolg. In der Sitzung der Bezirksvertretung 5 am Dienstag, 15. September, hakten Vertreter der CDU trotzdem kritisch nach und hielten den Veranstaltern Rückmeldungen aus der Anwohnerschaft vor. Das teilt die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 5 mit.
Grundsätzlich fällt die Bilanz der ersten drei Konzerte auch aus Sicht der CDU positiv aus. „Düsseldorf erspielt sich mit dem neuen Konzertgelände einen respektablen Platz in der europäischen Open-Air-Landschaft. Uns haben jedoch zahlreiche Zuschriften aus der Bürgerschaft erreicht und wir werden das Konzept weiterhin im Interesse aller Anwohner kritisch begleiten“, sagt Bezirksbürgermeister Benedict Stieber (CDU). „Für 2027 sehen wir mit Blick auf die Verkehrslenkung noch deutlichen Nachbesserungsbedarf.“
Am Nachmittag des ersten Großkonzerts, vor dem Auftritt von System of a Down am Freitag, 10. Juli, mit rund 80.000 Besuchern, kam es nach Darstellung der CDU zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen im Düsseldorfer Norden. Autofahrer standen teils mehr als eine Stunde im Stau, besonders im weiteren Umkreis des Nordsterns, und die Busse Richtung Flughafen gerieten aus dem Takt. Weil zu viele Konzertbesucher kein gültiges Parkticket hatten, dauerte die Zufahrt auf die Parkplätze rund um das Festivalgelände zu lange, und es bildeten sich lange Rückstaus.
In der Pressemitteilung heißt es, D.LIVE müsse das Parkkonzept im kommenden Jahr grundlegend überarbeiten, die Kontrollen sollten zügiger und reibungsloser laufen. „Zudem muss sichergestellt werden, wie sich der Verkehrsfluss noch besser regeln lässt; die Verkehrsinfrastruktur in Lohausen / Stockum ist auf mehrere Zehntausende zusätzlicher Pkw gerade im Feierabendverkehr nicht ausgerichtet“, ergänzt Dominik Dimmendaal, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung 5.
Die Sperrung der Wohngebiete in Stockum und Lohausen hat aus Sicht der CDU-Fraktion grundsätzlich funktioniert. Schwächen habe es aber bei der Schulung und Aufmerksamkeit des privaten Sicherheitsdienstes gegeben. Nicht an allen Straßen sei konsequent darauf geachtet worden, ob die notwendigen Durchfahrtsgenehmigungen vorlagen, sodass bisweilen zahlreiche Autos von außerhalb unberechtigt in den Wohnvierteln geparkt hätten. „Hier muss im nächsten Jahr noch besser kontrolliert werden – sonst ist der mit den Genehmigungen betriebene Aufwand bloß Makulatur“, heißt es in der Pressemitteilung der Fraktion.
Dass D.LIVE in der Bezirksvertretung Bilanz zog, geht auf einen Vorstoß aus dem Juli zurück. Auf Bitte der Fraktionen von CDU und SPD hatte Stieber das Thema nach der Premiere auf die Tagesordnung der ersten Sitzung nach der Sommerpause gesetzt. „Die nächste Konzertsaison werden wir abermals ebenso konstruktiv wie kritisch begleiten und darauf achten, dass die Interessen der Anwohner im Düsseldorfer Norden berücksichtigt werden“, kündigt Stieber an.