Ziele für Gut Böckum werden konkreter - Förderverein geplant
Die Hoffnung, Gut Böckum zu erhalten und wieder mit Leben zu füllen, steigt: In Absprache mit den Parteien hat die Böckum-Initiative ein Zielbild entwickelt. Die historische Burg soll für gemeinnütziges Wohnen genutzt werden. Die große Scheune soll unabhängig davon kommerziell entwickelt und verkauft werden. Aus diesem Verkaufserlös soll der Objekt-Kauf finanziert werden. Schon bald soll ein gemeinnütziger „Förderverein Haus Böckum e.V.“ gegründet werden. Seit einigen Monaten wurden Pläne entwickelt ( https://nordbote.de/treffpunkt-fuer-alle-mixed-use-konzept-soll-gut-boeckum-vor-dem-verfall-retten).
Folgende Nutzung kann sich die Böckum-Initiative für die älteste Wasserburg Duisburgs vorstellen: altengerechtes und inklusives sowie Mehrgenerationen-Wohnen, gegebenenfalls mit inklusivem Hofladen und/oder Cafè. In der großen Scheune sind fünf Haus-in-Haus-Objekte vorgesehen; es sollen fünf Häuser in die Scheune reingesetzt werden. Der „Förderverein Haus Böckum“ hat das Ziel, die gemeinnützige Objektentwicklung und die Finanzierung auszuplanen sowie den Objektkauf und die Trägerschaft des gemeinnützigen Objekts vorzubereiten.

Wie der Vorsitzende des Bürgervereins Huckingen, Dietmar Ahlemann, im Gespräch mit NORDBOTE.de erklärt, soll der Förderverein neben ihm selbst von folgenden Mitgliedern gegründet werden: Heide Apel (Grüne, Mitglied in der Bezirksvertretung Süd sowie des Bürgervereins Huckingen), Petra Berndorf (SPD, Vorstand Bürgerverein Großenbaum/Rahm), Christian Hilberger (SPD-Bezirksvertreter, Vorstandsmitglied Bürgerverein Großenbaum/Rahm), Nadine Holz (Instagram-Initiatorin, Mitglied des Bürgervereins Huckingen), Peter Ibe (CDU-Ratsherr, Stellvertretender Aufsichtsratschef Duisburger Werkstätten), Vera Kropp (Grüne, Vorsitzende Kreisvorstand), Beate Lieske (SPD, Bezirksbürgermeisterin), Klaus-Dieter Siebert (Bauingenieur, der den Kreifeltshof saniert hat) sowie Anna von Spiczak-Brzezinski (Grüne, Ratsfrau).
Ahlemann wird jetzt eine Vereinssatzung erstellen und den Entwurf mit den Gründungsmitgliedern abstimmen. Anschließend werde die Gemeinnützungkeitsfähigkeit der Satzung mit dem Finanzamt abgeklärt. „Danach formale Gründung des Fördervereins“, so Ahlemann weiter.

Die Stimmung im Kreis der engagierten Bürgerinnen und Bürger sei „wirklich sehr gut“, so der Huckinger. Viel positives Feedback käme bislang vor allem durch die Instagram-Beiträge. Auch Oberbürgermeister Sören Link habe signalisiert, nach seinen Möglichkeiten zu unterstützen, wenn auch – aufgrund der Finanzlage der Stadt – wohl nicht finanziell.
Alles soll so schnell wie möglich über die Bühne gehen. Ahlemann, der sich besonders freut, dass es sich um eine aus der Bürgerschaft heraus getriebene, parteiübergreifende Initiative handelt, unterstreicht: „Das ist wohl die letzte Chance für Gut Böckum.“