Zehn Teams der Kaiserswerther Diakonie rudern im Zelt für Menschen mit Krebs
Die Benefiz-Regatta „Düsseldorf am Ruder für Menschen mit Krebs“ hat Anfang September, ihren zehnten Geburtstag gefeiert, allerdings ohne Boote. Weil der Wasserstand im Düsseldorfer Medienhafen zu niedrig war, ruderten die Mannschaften auf Ergometern in einem breiten Zelt um die Wette. Zehn Teams kamen aus der Kaiserswerther Diakonie in Kaiserswerth, die in diesem Jahr ihr 190-jähriges Bestehen feiert. Bunt gemischt aus verschiedenen Bereichen, kreativ kostümiert und voll motiviert traten sie an, um sich mit ganzer Energie für Menschen mit Krebs einzusetzen. Das teilt die Kaiserswerther Diakonie mit.
Jeweils vier Teams saßen im Zelt auf 16 Ruder-Ergometern und traten auf dem Trockenen gegeneinander an. Positionen und Zeiten auf der 250 Meter langen Rennstrecke liefen auf großen Bildschirmen mit, sodass die Zuschauerinnen und Zuschauer jeden Zwischenstand verfolgen konnten.


„Die Stimmung war fast noch besser als auf dem Wasser. Denn die Ruder-Teams auf den Ergometern und die lauthals anfeuernden Zuschauer waren viel dichter beieinander als im Hafenbecken. Es war so toll, wie die Teams sich gegenseitig unterstützt haben“, erzählt Alexandra Mertens, die als „Flying Florence“-Ersatzruderin beim Team „Florence Flamin-Go“ einsprang.

Bei der abschließenden Siegerehrung nahmen die Teams „Flying Florence“ und „Pressor Express“ den ersten und den zweiten Preis für das beste Kostüm entgegen. Gewürdigt wurden damit neben der Originalität vor allem der Näh- und Bastelaufwand und die besondere Liebe zum Detail.

Insgesamt stellten sich 100 Teams der Herausforderung, jedes von ihnen ruderte drei Rennen. Obwohl es in den vergangenen Wochen immer wieder geregnet hatte, führte das Hafenbecken noch nicht genug Wasser für eine Regatta in Booten. Die Stimmung trübte das nicht. „Alle gemeinsam gegen Krebs, für das Leben“ lautete die Devise des Tages. Das teilt die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen mit.
„Trotz der besonderen Herausforderungen war es ein ganz wunderbares Fest, das nachhaltig hilft. Seit der ersten Regatta ist die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer stetig gewachsen, und wir freuen uns insgesamt über eine stolze Spendensumme von 333.000 Euro aus den vergangenen neun Ausgaben. Der Erlös der diesjährigen Regatta wird noch ermittelt und ist hier noch nicht mitinbegriffen“, sagt Kurt Nellessen vom Verein Düsseldorf am Ruder.
Zum Abschluss des Tages ehrte Schirmherr Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller die siegreichen Ruderteams in feierlicher Runde. In den Anfängerklassen gewannen das Team Getics bei den Damen, das Team tecis bei den Männern und das Ceci Rowing Squad Team 2 des Cecilien-Gymnasiums bei den Mixed-Teams. Bei den Fortgeschrittenen setzten sich HPPy Rowing 1 von HPP Architekten, das Ceci Rowing Squad Team 1 und die BoatyMCBoatface 4KEdition durch. Den Sonderpreis für das beste Outfit sicherte sich das Schülerteam „Muscle Marines“.
Seit dem ersten Rennen 2015 stehen die Kaiserswerther Diakonie und ihr Florence-Nightingale-Krankenhaus an der Kreuzbergstraße 79 in Kaiserswerth hinter der Benefiz-Regatta. Deren Botschaft lautet: „Gemeinsam sind wir unschlagbar. Für Menschen mit Krebs – für einen starken Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung.“ Veranstalter ist der Verein Düsseldorf am Ruder, die sportliche Ausrichtung und das Training der Teams liegen beim Ruderclub Germania Düsseldorf 1904. Der Erlös kommt der gemeinnützigen Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen zugute, die Betroffene und Angehörige mit Informationen und Beratungsangeboten unterstützt und sich für eine wirksame Krebsprävention einsetzt.