Die Planer des Nahverkehrsplans kommen nach Rath und Kaiserswerth
Wer sich in Rath über einen zu seltenen Bus ärgert oder in Kaiserswerth eine bessere Anbindung vermisst, kann das jetzt an der richtigen Stelle loswerden. Unter dem Motto „Bus & Bahn besser machen“ läuft seit Montag, 7. September, die nächste Runde der Bürgerbeteiligung zur Neuaufstellung des Düsseldorfer Nahverkehrsplans, und die Planerinnen und Planer kommen dafür auch in den Norden der Stadt. Das teilt die Landeshauptstadt Düsseldorf mit.
Am Dienstag, 15. September, steht das Projektteam des Amtes für Verkehrsmanagement von 14 bis 18 Uhr mit einem Informationsstand auf dem Platz „Am Gatherhof“ in Rath. Am Mittwoch, 30. September, folgt von 10 bis 14 Uhr der Kaiserswerther Markt. Wer vorbeikommt, stellt Fragen zur Neuaufstellung des Plans, berichtet von seinen Erfahrungen mit Bus und Bahn und bringt eigene Vorschläge ein. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Roadshow macht vom 10. September bis zum 2. Oktober in allen zehn Stadtbezirken Station, neben Rath und Kaiserswerth noch in Gerresheim, Oberkassel, Pempelfort, Bilk, Düsseltal, Garath, Eller und Holthausen.
Wer keinen der beiden Termine schafft, macht online mit. Bis einschließlich Montag, 5. Oktober, steht unter www.duesseldorf.de/nvp eine interaktive Karte bereit, auf der sich Hinweise direkt an Haltestellen, Linien oder Strecken heften lassen, rund um die Uhr und ohne Anmeldung. Auch Lob ist ausdrücklich erwünscht. Was heute schon gut funktioniert, hilft den Planern genauso weiter wie Kritik.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller wirbt für die Beteiligung: „Ein zukunftsfähiger Nahverkehr braucht die Perspektive der Menschen, die ihn nutzen. Deshalb möchten wir die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer frühzeitig und umfassend in die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans einbinden. Ob online oder direkt vor Ort in den Stadtbezirken: Nutzen Sie die Gelegenheit und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen mit. Gemeinsam können wir daran arbeiten, Busse sowie Straßen- und Stadtbahnen in Düsseldorf noch zuverlässiger, komfortabler und besser erreichbar zu machen.“
Eine weitere Gelegenheit gibt es am Mittwoch, 4. November. Von 17 bis 19 Uhr diskutieren die Planer dann in einem digitalen Dialog mit allen, die keinen der Vor-Ort-Termine wahrnehmen konnten, ausdrücklich auch mit Pendlerinnen und Pendlern aus der Region, die den Düsseldorfer Nahverkehr regelmäßig nutzen. Die Veranstaltung findet online statt, der Teilnahmelink erscheint rechtzeitig auf der Projektseite.
Holger Odenthal, kommissarischer Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, erklärt, was die Planer von den Rückmeldungen erwarten: „Für die weitere Planung ist es wichtig, ein möglichst genaues Bild davon zu bekommen, wie der ÖPNV heute genutzt wird und wo aus Sicht der Menschen vor Ort Handlungsbedarf besteht. Die Hinweise aus der Beteiligung helfen uns dabei, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen systematisch zu erfassen und in die weiteren Planungsschritte einfließen zu lassen.“ Deshalb freue man sich über eine rege Beteiligung, online, bei der Roadshow und im digitalen Dialog.
Der Nahverkehrsplan wird auf Beschluss des Stadtrats neu aufgestellt, die Arbeiten laufen seit März 2026. Der Plan legt fest, wo und wie häufig Busse und Bahnen künftig fahren, welche Standards bei Pünktlichkeit, Barrierefreiheit und Komfort gelten sollen und wie sich der Nahverkehr mit Fahrrad, Sharing-Angeboten oder Park-and-Ride verknüpfen lässt. Der Prozess ist auf rund drei Jahre angelegt und steckt derzeit in der ersten Phase, der Analyse des bestehenden Angebots. Erst danach entstehen konkrete Maßnahmen, etwa geänderte Linienführungen oder dichtere Takte. Entschieden wird darüber im weiteren Verlauf des Verfahrens.