Der verhüllte Bunker in Kaiserswerth
Anwohner in Kaiserswerth lästern schon längst über das „Kunstwerk von Christo und Jeanne-Claude“. Seit mehr als zwei Jahren ist der Bunker an der Klemensbrücke eingerüstet und mit einer Plastikplane verhüllt.
Die Stadtverwaltung gab dem NORDBOTE nun ausführliche Begründungen. Die Einrüstung und Verhüllung erfolgte im August 2024, weil sich Putzteile aus der Fassade hätten lösen können. Nach umfangreichen Untersuchungen, die wegen des Denkmalschutzes umfassend waren, und wegen vorbereitender Planungen wurde der Putz erst im November 2025 abgeschlagen. Eine Ausschreibung von Bauleistungen war erfolglos und musste wiederholt werden. Vorbereitende Maßnahmen wie die Einrichtung einer Halteverbotszone und die Strom- und Wasserversorgung der Baustelle sind jetzt erforderlich. Der Beginn der Dämm- und Putzarbeiten war für die 38. Woche geplant (Mitte September). Es werde von einer Ausführungszeit von vier Wochen ausgegangen. Bis Mittwoch, 23. September, waren aber vor Ort keine Aktivitäten festzustellen. Beginn der Anstricharbeiten sei für die 41. Woche (erste Oktoberhälfte) angefragt. Im Anschluss gäbe es noch Arbeiten an der Elektrik und kleinere Instandsetzungs- und Restarbeiten.
Der Mietvertrag über den „Expresso-Kiosk“ im Bunker besteht weiter, so die Stadtverwaltung. Wie mit dem Mieter, der am Sonntag, 1. März, mit seinem Geschäft im Bunker begonnen hatte und nach kurzer Zeit wieder auszog, in finanzieller Hinsicht umgegangen wird, teilte die Stadtverwaltung nicht mit. Die Kosten für das Gerüst würden sich monatlich im niedrigen vierstelligen Bereich bewegen.
Für den Abbau des Gerüsts beziehungsweise den Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten am Bunker kann die Stadtverwaltung noch keine Angaben machen. Umfangreicher Rückbau am Gebäude ist erforderlich, ebenso Untersuchungen am Dachtragwerk, eine Bestandsaufnahme der Statik des Gebäudes und denkmalrechtliche Genehmigungen. Erst dann erfolgt die Umsetzung der notwendigen Baumaßnahmen. Aussagen zu einem Fertigstellungstermin sind nicht möglich. hs