Die deutschen Kanupolo-Frauen gewinnen den WM-Titel in Wedau
Die deutschen Kanupolo-Frauen sind Weltmeister. Auf der Regattabahn im Duisburger Sportpark Wedau setzten sie sich am Sonntag im Finale mit 8:1 gegen Frankreich durch, im Halbfinale hatten sie Großbritannien mit 5:2 bezwungen. Auf der Anzeigetafel über dem Wasser stand danach „World Champions 2026“ unter der deutschen Flagge.
Zum Titel kamen die Frauen ohne eine einzige Niederlage. Alle acht Spiele der Vor- und Zwischenrunde gewannen sie, die meisten davon deutlich — gegen Malaysia mit 14:0, gegen Singapur mit 11:0, gegen Schweden mit 11:1. Eng wurde es nur beim 1:0 gegen Italien.


Bei den Männern fehlte ein Tor zum zweiten Titel. Auch sie verloren bis zum Endspiel kein Spiel, vier ihrer acht Partien in Vor- und Zwischenrunde endeten sogar ohne Gegentor. Das Halbfinale gegen Frankreich gewannen sie mit 4:3 nach Verlängerung. Im Finale trafen sie auf Italien, das sie im Turnierverlauf schon einmal mit 5:3 geschlagen hatten. Diesmal lagen sie mit 1:3 zurück, glichen zum 3:3 aus und verloren erst in der Verlängerung mit 3:4.

Schon am Samstag hatten die beiden deutschen U21-Mannschaften gespielt. Nach verlorenen Halbfinals gewannen Frauen wie Männer ihr Spiel um Platz drei, die Frauen gegen Frankreich, die Männer gegen die Niederlande. Damit holte jede der vier deutschen Mannschaften eine Medaille. Das berichtet Udo Stumm, Pressewart des Kanubezirks 7 Niederrhein, der an beiden Finaltagen an der Regattabahn war.

Begonnen hatte die Weltmeisterschaft am Dienstag, 15. September. 76 Mannschaften aus 28 Nationen mit mehr als 700 Athletinnen und Athleten traten in Wedau in vier Klassen an. Die Finalspiele am Sonntag waren nach seinem Eindruck gut besucht.






