Verkehrskonzept für den Düsseldorfer Norden: Wenig Hoffnung auf bald verbesserten Nahverkehr

An den Haltestellen der U 79 in Wittlaer und am Klemensplatz hat die Rheinbahn schon vor Monaten abschließbare Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen. Genutzt werden können sie nur mit einer entsprechenden App auf dem Smartphone und gegen Gebühr. Foto: HS
An den Haltestellen der U 79 in Wittlaer und am Klemensplatz hat die Rheinbahn schon vor Monaten abschließbare Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen. Genutzt werden können sie nur mit einer entsprechenden App auf dem Smartphone und gegen Gebühr. Foto: HS
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Das von der Verwaltung in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung vorgelegte Verkehrskonzept für kurz- und mittelfristige Maßnahmen hat wenig überzeugt.

Eine Schnellbuslinie zum Flughafenfernbahnhof (an dem auch der Nahverkehr hält) über Lohausen, Kaiserswerth, Wittlaer und Kalkum soll im Rahmen einer Überarbeitung des gesamten Busnetzes überprüft werden. Das Gleiche gilt für eine Verlängerung der Buslinie 728 bis zum Freiligrathplatz und eine Taktverdichtung im Busnetz. Die seit Jahren geforderte Taktverdichtung der U79 in den Hauptverkehrszeiten soll ebenfalls geprüft werden.

Weitere P&R- und B&R-Angebote sollen geplant und identifiziert werden, einschließlich Froschenteich und einer potenziellen Erweiterung in Wittlaer.

Für den Individualverkehr sind Minikreisverkehre an den Knotenpunkten Alte Landstraße/Kreuzbergstraße und Zeppenheimer Weg/Alte Landstraße geplant. Kreisverkehre sind auch am Gerichtsschreiberweg/Kalkumer Schlossallee und Angermunder Straße/An den Linden vorgesehen. Für alle diese Kreisverkehre wird eine Planungsdauer von zwei bis vier Jahren angegeben, wobei ein Vorbehalt hinsichtlich einer gesicherten Finanzierung besteht.

Der seit Jahren von der Bezirksvertretung geforderte Kreisverkehr an der Niederrheinstraße/Alte Landstraße ist abhängig vom Ausbau der Zufahrt zur Danziger Straße durch Straßen NRW und dem damit verbundenen veränderten Verkehrsfluss sowie von gesicherter Finanzierung. Straßen NRW hat den Ausbau dieser Zufahrt (Spielberger Weg) zur Danziger Straße (B8n) bereits geplant, jedoch wurde ein Baubeginn nicht genannt.

Die Bezirksvertretung hat mit einer Mehrheit von zwölf Stimmen die Verwaltung mit der Planung und Umsetzung dieses Konzepts beauftragt, im Rahmen der genannten Abhängigkeiten. Aus den Wortmeldungen war jedoch zu entnehmen, dass das Konzept in keiner Weise zufriedenstellend ist.

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3 Responses

  1. Es ist ja schön, welche Träume im Verkehrskonzept so alle aufgelistet werden. In der Realität erleben Kaiserswerth und der Düsseldorfer Norden in den gesamten letzten Jahren Stillstand und es erschließt sich nicht, warum sich das in der kommenden Zeit ändern sollte. Die politisch Handelnden, die in der Vergangenheit nichts erreicht haben, sind i.W. die gleichen geblieben. Beispiele gefällig? Kaiserswerther Markt, Nahversorger, angemessener Wohnraum, E-Ladestationen u.v.m.. Und bzgl. des Dauerbrenners U79 wären viele Nutzer schon froh, wenn die DVG endlich wieder Doppelwaggons einsetzen würde, statt das Problem zu Lasten der Nutzer auszusitzen. Da klingt eine Taktverdichtung geradezu frivol. Aber: beim genauen Hinsehen, es steht im Konzept ja nur, dass geprüft (!) werden soll. Da kann man ja später immer noch alles mit dem Argument ‘nicht machbar’ oder ‘nicht finanzierbar’ wieder in die schon bewährte Schublade zur Wiedervorlage in 2029 zurückschieben.

  2. Aber auf der anderen Seite werden in der selbst ernannten “Klimahauptstadt Düsseldorf” 250.000€ an Steuergeldern verschwendet, um unsere letzten großen Freiflächen an der Kalkumer Schlossallee zuzubauen.

    Noch mehr Verkehr, schlechtere Luft, höheres Risiko für Überschwemmungen, Aufheizung der Stadt (wenn es mal Sommer wird).

    Mögliche Folgen: Keller die voll laufen, eine Kanalisation die überfordert ist – starker Regen wird immer öfter kommen (die Folgen sehen wir gerade in Bayern) auch dadurch immer kaputtere Straßen, noch nehr Staus ohne Ende – nicht nur bei Messen, zugeparkte Straßen und Einfahrten – es ist eine Frage der Zeit wann das nächste Kind angefahren wird z.B. auf der Zeppenheimer Str. …
    Und erschwingliche Wohnugen entstehen trotzdem kaum. Dabei gäbe es Möglichkeiten, schnell, bestehende leere Bürogebäude subventioniert umzubauen, Parkflächen zu überbauen u.s.w. und damit bezahlbare Mieten zu sichern.

    Die immer gleichen Verantwortlichen. Aber wenn etwas passiert war nie jemand verantwortlich.

    Keine wirlichen Lösungen für bestehende Probleme aber munter neue Probleme schaffen, damit einige wenige großen Profit einstreichen können.

  3. Nun ja, ich würde sagen, visionäre Stadtentwicklung, die auch zukünftige Generationen in den Blick nimmt, muss neue Wege gehen und mutiger agieren. Das sollten die Wähler ind Bürgerinnen und Bürger von Düsseldorf von den politischen Vertretern einfordern.

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