Rücksichtslose Schiffsführer missachten Polizeisperrung auf dem Rhein
Wie die Polizei am Freitag mitteilte, musste am Donnerstagabend, 10. Juli, die Oberkasseler Brücke bei Rhein-Kilometer 744,8 für einen Einsatz kurzzeitig gesperrt werden. An dem Einsatz gegen 21.25 Uhr waren die Düsseldorfer Wasserschutzpolizei, die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz sowie weitere Landkräfte beteiligt.
Die notwendige Sperrung des Rheinabschnitts stieß bei drei Schiffsführern auf heftigen Widerstand. Ein Schiffsführer kündigte über Funk an, das ausdrückliche Verbot zu ignorieren und weiterzufahren. Anschließend steuerte er sein über 100 Meter langes Gütermotorschiff direkt in den gesperrten Bereich, woraufhin mehrere Einsatzboote ausweichen mussten, um eine Kollision zu vermeiden.
Kurz darauf beschimpften zwei weitere Schiffsführer die Einsatzkräfte über Funk, beleidigten die Beamten und zweifelten ihre Kompetenz an. Einer von ihnen durchbrach daraufhin mit seinem großen Schubverband ebenfalls die Sperre und gefährdete die Personen in den deutlich kleineren Booten. Der dritte beteiligte Schiffsführer drohte zwar weiterhin per Funk, verblieb jedoch an seiner Position.
Nach weniger als einer Stunde wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Die aggressiven Schiffsführer erwarten nun mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Nötigung.