Rahmerbuschfeld: Finale Entscheidung rückt näher

Thomas Anthonj (links) und weitere Vertreter der BI „Naturerhalt Rahmerbuschfeld“ protestierten vor der BV-Sitzung gegen die Pläne für das Neubaugebiet. Foto: sam
Thomas Anthonj (links) und weitere Vertreter der BI „Naturerhalt Rahmerbuschfeld“ protestierten vor der BV-Sitzung gegen die Pläne für das Neubaugebiet. Foto: sam
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Als die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Süd am Donnerstag (2. Mai) zu ihrer Sitzung ins Bertolt- Brecht-Berufskolleg eintraten, wurden sie von Vertretern der Bürgerinitiative (BI) „Naturerhalt Rahmerbuschfeld“ begrüßt. Der Endspurt läuft: Die finale Entscheidung im Rat, ob ein Nahversorger sowie 20 Doppel- und 14 freistehende Einzelhäuser und 29 Wohneinheiten in zwei Mietshäusern im Rahmerbuschfeld in Rahm gebaut werden sollen, ist für den 10. Juni vorgesehen. In einer Sondersitzung am 14. Mai sollte darüber in der BV Süd diskutiert und abgestimmt werden. Jedoch: Zur jüngsten BV-Sitzung war die Vorlage noch nicht frei gegeben.

„Sie wird mehr als 1.000 Seiten umfassen“, wusste Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske zu berichten. Doch: Wie soll eine derart umfangreiche Vorlage intensiv vorab gelesen und in den Fraktionen besprochen werden? Die meisten der Kommunalpolitiker, die ja ehrenamtlich tätig sind, sind berufstätig. Somit war der Ärger der Mandatsträgerinnen und Mandatsträger deutlich zu vernehmen. Ob die Sondersitzung wirklich stattfindet, soll Anfang nächster Woche entschieden werden – je nachdem, ob die Verwaltungsvorlage bis dahin allen zur Verfügung steht.

BI-Mitbegründer Thomas Anthonj hatte jedem ein Schreiben in die Hand gegeben. Darin unterstreicht die BI, dass das Rahmerbuschfeld ein wunderschönes und vollkommen intaktes Biotop sei, das von vielen Menschen als äußerst schützens- und erhaltenswert betrachtet werde. Seine Bedeutung als Frischluftschneise und Wasserauffangbecken habe sich durch die beschleunigte Klimaerwärmung nochmals nachdrücklich erhöht.

Die BI bedankte sich in dem Brief an die BV-Mitglieder, die sich in früheren Abstimmungen mehrheitlich gegen das Bauvorhaben ausgesprochen hätten. „Wir appellieren an Sie, sich als wahre Volksvertreter im eigentlichen Sinne zu erweisen. Helfen Sie uns und unseren Kindern, die große Artenvielfalt des Rahmerbuschfeldes zu erhalten.“

Im Dienste der Demokratie sollten die Kommunalpolitiker ihrem Gewissen folgen. Zum Schluss heißt es: „Und wer weiß, vielleicht dankt es Ihnen im Geheimen auch Herr Sören Link, dem Sie mit dem Erhalt des Rahmerbuschfeldes, einen weiteren Problemfall, ein gerichtliches Verfahren und eventuellen Ärger mit der EU in diesen wirtschaftlich so unsicheren Bauzeiten erspart hätten.“

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