Kampfmittelfund in Kaiserswerth: Drei Panzerfäuste am Schiffsanleger sind gesprengt
Sprengmeister Julian Granzow und Kampfmittelbeseitiger Michael Hoff vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung haben am Donnerstag, 1. Oktober, um 14.35 Uhr drei Panzerfäuste aus dem Zweiten Weltkrieg am Schiffsanleger Kaiserswerther Markt kontrolliert gesprengt. Entdeckt worden waren die Weltkriegswaffen mit ihren Sprengköpfen am Mittwochabend, 30. September, wegen des Niedrigwassers im Rhein. Das teilt die Landeshauptstadt Düsseldorf mit.
Die beiden Fachleute dämpften die Panzerfäuste mit rund 200 Sandsäcken ab. Für die Zeit der Sprengung ruhte der Schiffsverkehr kurz. Rund 80 Anwohnerinnen und Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, zwölf von ihnen gingen in die Betreuungsstelle im Theodor-Fliedner-Gymnasium an der Kalkumer Schlossallee. Direkt nach der Sprengung waren die gesperrten Straßen wieder frei.

Rund 100 Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei, Stadtwerken, Rheinbahn, Hilfsorganisationen und dem Amt für Verkehrsmanagement waren beteiligt. Etwa 18 Menschen riefen beim Gefahrentelefon an, um sich zu informieren. Schon am Mittag hatte Flatterband die Rheinpromenade und eine Gasse zum Ufer abgesperrt, auf der Promenade standen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr.

Erst Anfang August hatte ein metallischer Gegenstand im Rhein vor dem Anleger am Rheintor einen Einsatz des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ausgelöst. Damals gab es Entwarnung, es war nur ein harmloses Metallteil.