Teppich-Sachverständiger aus Kaiserswerth warnt vor Haustürgeschäften
Wenn unangemeldet jemand vor der Tür steht und Teppiche kaufen, schätzen oder reinigen möchte, sollten Kaiserswerther die Tür besser geschlossen lassen. Dazu rät Hamid Abbasi, der das Gewerbe von innen kennt. Seit 30 Jahren handelt er an St. Swidbert mit Teppichen, reinigt und repariert sie, und er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger der Handwerkskammer Düsseldorf für das Teppichreinigungsgewerbe und das Weberhandwerk.
„Ja, also wir sind seit 30 Jahren hier“, sagt Abbasi im Gespräch mit dem NORDBOTE. In dieser Zeit hat er immer wieder erlebt, wie unseriöse Anbieter vorgehen. Sie rufen an oder klingeln ohne Termin, geben sich freundlich und interessiert, und wer sie ins Haus lässt, wird unter Druck gesetzt. Besonders ältere Menschen leiden darunter, warnt Abbasi. Ein seriöser Fachmann komme nicht unangekündigt, sondern erst auf Anfrage.
Besonders ärgert ihn eine Masche, die ihn selbst trifft. Unbekannte benutzen widerrechtlich seinen Namen, rufen damit bei Leuten an und drängen in betrügerischer Absicht mit Druck auf Besuchstermine, schildert Abbasi im Gespräch mit dem NORDBOTE. Sie nutzen den Ruf aus, den er sich in drei Jahrzehnten erarbeitet hat. Er wolle ausdrücklich davor warnen, um seinen guten Ruf und seine Kundschaft zu schützen, und bitte die Leser um Vorsicht. Die Redaktion kann die Schilderung nicht überprüfen und gibt sie als seine Darstellung wieder.
Genau deshalb soll in seiner Anzeige dauerhaft der Satz „Wir rufen nie an“ stehen. Er ist das einfachste Erkennungsmerkmal, denn wer anruft und sich auf ihn beruft, ist nach seinen Worten nicht sein Betrieb. Termine werden vorher vereinbart, und zur Kundschaft nach Hause fährt er allein. „Ich fahre immer selbst zur Kundschaft“, sagt er. Mitarbeiter schickt er nicht los. Dazu kommt der Laden an St. Swidbert, den es unter dieser Anschrift seit 30 Jahren gibt. Wer einen Anruf oder einen Besuch bekommt und unsicher ist, kann dort unter der Nummer aus der Anzeige zurückrufen und nachfragen. Für Fragen sei er jederzeit zu erreichen, sagt Abbasi.
Das Handwerk liegt in der Familie, Abbasi führt es in dritter Generation. Als Sachverständiger arbeitet er seit 2010, sein Teilgebiet ist das Restaurieren von Orientteppichen. Reparatur, Restaurierung, Wäsche und Fleckentfernung gehören zum Geschäft, und Fragen dazu beantwortet er kostenfrei, auch wenn sie banal klingen.
Derzeit trennt sich Abbasi von einem Teil seines Bestands. Betroffen sind alte, hochwertige Stücke, darunter Ware ab dem 18. Jahrhundert, auf die er 40 Prozent Nachlass gibt. „Ich möchte mich gerne von unserer guten, klassischen Ware verabschieden“, sagt er. Der Nachlass gilt für diese klassischen Stücke, nicht für das gesamte Sortiment, und wer sich dafür interessiert, schaut sich die Teppiche am besten im Laden an. Weil ein solcher Abverkauf schnell missverstanden wird, stellt Abbasi eines klar. Viele Kunden fragen ihn inzwischen, ob er sein Geschäft aufgebe. Auf die Frage, ob er schließe, antwortet er knapp. „Nein, ich schließe nicht.“ Das Geschäft an St. Swidbert läuft unverändert weiter, mit Handel, Reinigung, Reparatur und Restaurierung. Er möchte sich nur von einigen Stücken trennen.
Die Teppichreinigung und Teppichgalerie Hamid liegt an St. Swidbert 12 und 8 in Düsseldorf-Kaiserswerth, unweit des Kaiserswerther Marktes. Erreichbar ist Abbasi unter 0211 73106674 und über www.teppichreinigung-hamid.de. [OFFEN: Zeitraum des Abverkaufs und Öffnungszeiten nicht belegt]