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Kaiserswerth Bildung

Wie die International School Düsseldorf gegen Staus in Kaiserswerth vorgeht

cj • 12.11.2025 • 4 • 2 • 2 Min.
In Kaiserswerth kommt es insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten und nachmittäglichen Abholzeiten immer wieder zu Verkehrsstaus rund um die ISD. Die Schule versucht, Lösungen zu finden.
Seit vielen Jahren ein fester Bestandteil in Kaiserswerth: die International School. Foto: cj
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Seit vielen Jahren ein fester Bestandteil in Kaiserswerth: die International School. Foto: cj
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Wie die International School Düsseldorf gegen Staus in Kaiserswerth vorgeht

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In Kaiserswerth kommt es insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten und nachmittäglichen Abholzeiten immer wieder zu Verkehrsstaus rund um die International School Düsseldorf (ISD). Viele Anwohner empfinden diese Situation als belastend. Die Schule zeigt Verständnis dafür – und betont, dass sie aktiv an Lösungen arbeitet.

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Die ISD zählt mittlerweile rund 1.000 Schülerinnen und Schüler, die aus unterschiedlichen Teilen Düsseldorfs sowie dem Umland nach Kaiserswerth kommen. Gerade für Familien mit kleineren Kindern besteht dabei häufig keine Alternative zum Auto, da öffentliche Verkehrsmittel oder selbstständige Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad schlicht nicht praktikabel oder sicher genug sind. Besonders Kindergartenkinder sind auf die Begleitung durch Erwachsene angewiesen.

Um den Verkehr zu entlasten, setzt die Schule auf verschiedene Maßnahmen. Ein von Schülerinnen und Schülern gegründeter Nachhaltigkeitsrat beschäftigt sich in einer eigenen Arbeitsgruppe mit dem Thema Verkehr. Ziel dieser Gruppe ist es, das Verkehrsaufkommen durch Alternativen zur Einzelfahrt mit dem Auto spürbar zu reduzieren. Dazu gehören Fahrgemeinschaften, das Zufußgehen oder Radfahren sowie – wo möglich – die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Bereits eingeführt wurde ein Schulbus-Angebot für Familien aus Meerbusch und Oberkassel. Nach Angaben der Schule wird aktuell geprüft, in welchen weiteren Stadtgebieten ein solcher Service ebenfalls sinnvoll und nachgefragt wäre. Zusätzlich fördert die Elternvertretung eine stärkere Nutzung von Fahrgemeinschaften über eine schulinterne App. Ergänzend läuft derzeit eine Testphase mit einem Carpooling- Anbieter, um die Anzahl einzelner Autofahrten weiter zu verringern.

Trotz aller Bemühungen betont die Schule, dass nicht jede Familie auf Alternativen umsteigen kann – und dass einige der Herausforderungen strukturell bedingt sind. Dennoch arbeitet die ISD nach eigenen Angaben kontinuierlich daran, die Auswirkungen auf das unmittelbare Umfeld zu reduzieren und die Verkehrssituation langfristig zu verbessern.

Zu den Bring- und Abholzeiten kommt es häufig zu Staus auf der Niederrheinstrasse. Foto: cj
Zu den Bring- und Abholzeiten kommt es häufig zu Staus auf der Niederrheinstrasse. Foto: cj
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Kommentare (4)

IR
Irene Benese Gast
vor 10 Monaten
Sehr geehrte, bemühte ISD! „Man fühlt die Absicht und ist verstimmt“ (Torquato Tasso – Johann W. von Goethe) Was die Eltern nicht wirklich gewillt sind zu ändern, kann die Schulleitung mittels wohl gesetzter Worte nicht beschönigen. Vielleicht hilft der Hinweis auf die keine 300 m entfernte Haltestelle der U760.
PE
Peter Lancashire Gast
vor 10 Monaten
Eine Möglichkeit wäre die Kinder am Froschenteich oder in Wittlaer in die U79 umsteigen zu lassen. Lastenräder sind auch gut geeignet. Leider kommen manche Familien aus Länder wo alles mit dem Auto erledigt wird. Wir sollten das verstehen als eine Anreiz bessere Alternative zu probieren.
PE
Peter Wollert Gast
vor 10 Monaten
Wenn der Morgenstau zum Ritual wird – und niemand wirklich etwas ändern will Kaiserswerth, 7:45 Uhr. Der Kaffee ist noch heiß, die Laune meist nicht – und die Straßen rund um die International School Düsseldorf stehen schon wieder kurz vor dem Kollaps. Ein Schauspiel, das sich jeden Schultag zuverlässig wiederholt wie der Gong zur ersten Stunde. Nur dass es für die Anwohner kein Schulfach, sondern ein täglicher Geduldstest ist. Unzählige Autos, Stoßstange an Stoßstange, quälen sich über beide Zufahrten. Verkehrsregeln? Offenbar optional. Rücksicht? Zwecklos. Hauptsache, das eigene Kind wird möglichst nah am Eingang abgesetzt – egal, wen oder was man dabei blockiert. Und während Fußgänger und Radfahrer Slalom laufen, bleibt der fließende Verkehr einfach stehen. Willkommen im unfreiwilligen Verkehrsexperiment „ISD Rush Hour“. Natürlich zeigt die Schule Verständnis. Sagt sie. Man arbeite „aktiv an Lösungen“. Auch das sagt sie. Und sicherlich ist manches davon gut gemeint: Ein Schulbus hier, eine Carpooling-App dort, eine Arbeitsgruppe, die wahrscheinlich jede Woche tapfer Protokolle schreibt. Nur leider ändert sich an der Realität vor Ort: nichts. Oder jedenfalls nichts, das man ohne Fernglas erkennen könnte. Währenddessen entsteht der Eindruck, dass die wirklich einfachen, wirksamen Maßnahmen lieber nicht angefasst werden. Warum? Weil die Eltern eben nicht nur Verkehrsteilnehmer sind, sondern auch zahlende Kunden. Und Kunden wünscht man sich bekanntlich zufrieden – am besten direkt bis vor die Haustür, oder in diesem Fall: bis vor die Eingangstür der Schule. Dabei liegen Lösungen buchstäblich auf der Straße. Radikal? Vielleicht. Aber wirkungsvoll. Was wäre, wenn die Zufahrten zu den Stoßzeiten einfach geschlossen würden? Wenn Polizei und Ordnungsamt den Verkehr aktiv lenkten und dafür sorgten, dass der Stadtteil nicht zweimal täglich im Blech erstickt? Die Kinder könnten auf dem Sportgelände der ISD aussteigen – stressfrei, sicher, ohne eine einzige Straße überqueren zu müssen. Ein paar hundert Meter Fußweg würden weder schaden noch schmerzen. Im Gegenteil: Ein Hauch Bewegung könnte Wunder wirken, für Kinder, Eltern und das Klima. Die Anwohner jedenfalls tragen die Last schon lange genug – tagein, tagaus, morgens und nachmittags. Sie verdienen mehr als warme Worte, Testphasen und Arbeitsgruppen. Sie verdienen Taten. Liebe ISD-Leitung, liebe Verkehrsarbeitsgruppe: Aufwachen. Wann fangen Sie endlich an, nicht nur über Lösungen zu sprechen, sondern welche umzusetzen? Kaiserswerth wartet. Leider weiterhin im Stau.
B�
Bärbel Kramp Gast
vor 10 Monaten
Stets bemüht heißt im Schuljargon nicht bestanden! Was heißt hier gelegentlicher Stau? 2mal täglich erleben wir das Verkehrschaos schon seit Jahren. Als Anwohner kommt man kaum aus der Straße heraus und von den CO2-Werten wollen wir mal gar nicht sprechen. Die Corneliusstraße ist dagegen ein Luftkurort! Gefühlt jedes einzelne Kind wird mit dem SUV zur Schuleingangstür gefahren. Die Parkplatzsituation in den Anwohnerstraßen ist dramatisch. Es wird jede freie Ecke ohne Rücksicht auf Verluste zugeparkt, sogar Grünstreifen werden befahren. Parkverbote werden jeden Tag missachtet. Und das Ordnungsamt lässt sich nicht blicken. M. E. muss es hier seitens der ISD eine Regieanweisung für die Eltern geben, dass die Kinder zu Fuß, mit Fahrrad oder Bus/Bahn zur Schule kommen sollen. Ein bisschen Bewegung und Selbständigkeit fördert jedes Kind. Wenn es denn gar nicht funktionieren sollte, könnte man den kostenfreien Parkplatz hinter der Feuerwehr benutzen. Es steht sogar ein Zebrastreifen zum sicheren Überqueren der Fahrbahn zur Verfügung. Das würde die Niederrheinstraße und die Anwohnerstraßen erheblich entlasten.

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