Freie Fahrt für Radler auf dem Rheinuferhauptradweg
Auf dem rechtsrheinischen Rheinuferhauptradweg Euro Velo 15 lassen sich Radler in Kaiserswerth nicht ausbremsen. Um den Engpass am Klever Tor der Kaiserpfalz zu vermeiden, das Restaurant „Zur alten Rheinfähre“ nicht umfahren zu müssen und an der Betonrampe neben dem Anker nicht abzusteigen, rasen sie die unbefestigte Deichböschung vor dem Krieger-Ehrenmal auf den Burgwall hinauf. Weiter geht es über den Fährer Weg direkt auf den Lohauser Deich. In Gegenrichtung rheinaufwärts geht diese erhebliche Abkürzung auch. Eine Alternative über das holprige Pflaster auf dem Kaiserswerther Markt und An St. Swidbert ist nicht attraktiv.
Wenn die alten Ägypter vor 3.000 Jahren ohne maschinelle oder hydraulische Hilfe tonnenschwere Steinquader bewegen konnten, schaffen sportliche, starke Fäuste heute auch ein paar wenige 100 Kilogramm. Es ist allenfalls eine Frage, wie viele Hände zupacken. Durch behördliche Maßnahmen war jedenfalls das Freimachen des kürzesten Weges durch Kaiserswerth bislang wenigstens nicht zu verhindern. Schon mit Lattenzäunen und der Aufstellung von Bänken, über die sich Promenadenbummler sehr freuten, wurde es versucht. Die Bezirksvertretung 5 hatte mal den Bau einer ordentlichen Rampe vorgeschlagen. Aus verständlichen Gründen, wegen der Kosten und hier im Denkmalbereich, konnte die Verwaltung dem nicht entgegenkommen.
Wer hat die schweren Steine bewegt? Wer rast hier die Deichböschung rauf und runter? Handelt es sich bei der Beschädigung der Grasnarbe des Deiches um eine Beschädigung wichtiger Anlagen nach § 318 Strafgesetzbuch?