Zwei städtische Höfe in Lohausen werden neu verpachtet

Leuchtenberger Hof, Hauptgebäude der ehemaligen Wasserburg mit trocken liegendem Graben. Foto: hs
Leuchtenberger Hof, Hauptgebäude der ehemaligen Wasserburg mit trocken liegendem Graben. Foto: hs

Am Südwestrand von Lohausen ist die Stadt Düsseldorf Eigentümerin von Hofanlagen und großer landwirtschaftlicher Flächen.

Der Nagelshof wird schon seit langer Zeit nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Hofanlagen ohne Nutztiere wie in Lohausen sind heutzutage nicht mehr zwingend mit den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen verbunden. Landwirte sind durchweg motorisiert und nehmen für die Bearbeitung von Äckern und Wiesen meist Sub- und Lohnunternehmer in Anspruch. Das Hauptgebäude des Nagelshof wird schon seit Jahrzehnten als Pension genutzt, die Neben- und Wirtschaftsgebäude für verschiedene Zwecke. Der bisherige Pächter hatte die Hofanlage bis zu seinem Tod vor einigen Jahren sehr gepflegt, war als Sankt Sebastianer-Schütze, als Reiter und auch im Karneval dorfbekannt. Primär war er selbstverständlich Pensionswirt.

Der Nagelshof, Teilansicht mit Pensionsgebäude. Foto: hs
Der Nagelshof, Teilansicht mit Pensionsgebäude. Foto: hs

Zwischenzeitlich ist die Pension von Studenten genutzt worden. So lautete jedenfalls die Antwort auf die damalige Anfrage des Nordboten an die Stadtverwaltung. Jetzt teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage der Bezirksvertretung Frau Schneider-Bodien (Bündnis 90/Die Grünen) mit, dass Vertragsverhandlungen mit dem bei einer Ausschreibung erstplatzierten Pächter und dessen Konzept für die zukünftige Nutzung noch laufen. Über den Inhalt des Konzepts wurde nichts bekannt gemacht. Nach Abschluss der Vereinbarungen soll die Hofanlage übergeben werden. Denkmalschutz und Erhalt der Gebäude werden berücksichtigt.

Über den Leuchtenberger Hof sind die Vertragsverhandlungen mit dem bei der Ausschreibung obsiegenden Pächter abgeschlossen. Nach Ratsbeschluss und Inkrafttreten des Vertrages mit vereinbartem Konzept wird der Leuchtenberger Hof übergeben. Hier gehören auch landwirtschaftliche Flächen dazu. Denkmalschutz und Erhalt der Gebäude ist berücksichtigt. Die Hofanlage stand einige Jahre leer, seit der bisherige Pächter in den Ruhestand gegangen war. Ob, inwieweit und wann der seit Jahren trockenliegende Graben um das Hauptgebäude wieder hergerichtet und befüllt wird, sagt die Auskunft der Verwaltung nichts. Die ehemalige Wasserburg der Freiherren von Kalkum, genannt Leuchtenberg, geht auf das frühe Mittelalter zurück (12./13. Jahrhundert). Die ältesten Gebäude sind das Haupthaus mit Verwendung von Basalt und die Gebäude aus Ziegel neben der Toreinfahrt.

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