Wochenmarkt Rahm: Hürden sorgen für Unmut

Holger Ostwald (links) wehrt sich gegen die Vorwürfe der Stadt Duisburg. Die Kommunalpolitiker Uwe Ernst, Christian Hilberger und Michael Söhngen (von links) möchten mit ihm und der Stadtverwaltung nach einer vernünftigen Lösung suchen. Foto: sam
Holger Ostwald (links) wehrt sich gegen die Vorwürfe der Stadt Duisburg. Die Kommunalpolitiker Uwe Ernst, Christian Hilberger und Michael Söhngen (von links) möchten mit ihm und der Stadtverwaltung nach einer vernünftigen Lösung suchen. Foto: sam

Auflagen der Stadt Duisburg führen bei Holger Ostwald zu großem Unmut. Seit gut eineinhalb Jahren stellt er den Parkplatz an seiner Praxis für Physiotherapie Am Rahmer Bach für den Wochenmarkt in Rahm samstags zur Verfügung. Nun soll er einen Container entfernen und Splitt beseitigen. Kommunalpolitiker hoffen auf die Fortsetzung des privat initiierten Marktes und suchen nach einer Lösung mit der Stadt Duisburg. Sie möchten über das Thema in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd am Mittwoch, 3. Juni, um 17 Uhr reden.

In einem Gespräch mit Bezirksvertretern von CDU und SPD erklärte Ostwald am Samstag die Situation aus seiner Sicht. Durch den abgestellten Container, so hätten Mitarbeiter der Stadt bei einem „spontanen Besuch mit Akten unter dem Arm“ herausgefunden, würde dauerhaft ein Parkplatz blockiert. In dem Container befinde sich Material, das für den Wochenmarkt benötigt wird. Um wieder ausreichend Parkplätze zur Verfügung zu stellen, soll der Container bis zum 11. Juni weg, sonst soll Familie Ostwald wegen einer Ordnungsverfügung mit Zwangsgeldandrohung eine Strafe von 1.000 Euro.

Im Container lagern Sachen, die für den privat betriebenen Wochenmarkt in Rahm benötigt werden - etwa Technik sowie Tische und Bänke. Foto: sam
Im Container lagern Sachen, die für den privat betriebenen Wochenmarkt in Rahm benötigt werden – etwa Technik sowie Tische und Bänke. Foto: sam

Laut Baugenehmigung, so der Geschäftsmann, muss er neun Parkplätze vorhalten. In der Baulast seien allerdings zwölf eingetragen. Sieben Autos würden auf dem Gelände direkt am Haus geparkt werden, dazu gebe es die Garage. „Mit einer Gewerbefläche von 170 Quadratmetern muss ich eigentlich nur zwei Parkplätze für die Praxis vorweisen – egal wo.“

Gar 3.000 Euro soll Ostwald zahlen, um innerhalb einiger Wochen die Fläche neben den gepflasterten Parkplätzen wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen, die er mit Splitt angefüllt hat. „Vorher stand bei Regen hier alles unter Wasser. Durch den Splitt hoffe ich unter anderem, dass hier Steinkraut anwächst.“ Insgesamt habe er sehr viele Bäume gepflanzt, gieße stets die große Kastanie und entferne etwa 20 Kubikmeter Laub im Herbst – eigentlich seien das Aufgaben der Stadt. Zudem hatte er ein Artenschutzgutachten in Auftrag gegeben, bevor er die Fläche für den Wochenmarkt hergerichtet habe.

Den Vorwurf der Stadt, durch die mit Splitt angereicherte Fläche weitere Parkplätze geschaffen zu haben, weist Ostwald zurück, denn die Autos würden sich sonst gegenseitig blockieren. Er hat Widerspruch und Klage eingereicht.

Wo früher Regen auf der Fläche stand, liegt nun Splitt. Laut Holger Ostwald können dadurch nicht mehr Autos auf dem Parkplatz parken. Foto: sam
Wo früher Regen auf der Fläche stand, liegt nun Splitt. Laut Holger Ostwald können dadurch nicht mehr Autos auf dem Parkplatz parken. Foto: sam

Ratsherr Uwe Ernst und Christian Hilberger (beide SPD) sowie Michael Söhngen (CDU) sicherten dem Rahmer Geschäftsmann ihre Unterstützung zu. Sie unterstrichen, wie wichtig der Markt für viele Bürger im Ort sei, nachdem mit der Schließung des Edeka-Marktes das Einkaufen hier schwierig geworden sei. Die Kommunalpolitiker könnten sich beispielsweise eine Befreiung vorstellen: „Wir möchten eine einfache und schnelle Lösung.“ Sie regen an, dass die Mitarbeiter der Verwaltung in der Sitzung am 3. Juni einen Sachstandbericht geben. Dann können auch die Mandatsträger ihre Interessen deutlich machen.

Die Stadt Duisburg hat am Montag noch keine Antworten zu Fragen des NORDBOTE gegeben.

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