Wasserwerk Wittlaer erhält sieben neue Großfilter

Durch das geöffnete Dach der Filterhalle hebt ein Kran einen der neuen Großfilter in das Wasserwerk Düsseldorf-Wittlaer ein. Foto: Stadtwerke Duisburg
Durch das geöffnete Dach der Filterhalle hebt ein Kran einen der neuen Großfilter in das Wasserwerk Düsseldorf-Wittlaer ein. Foto: Stadtwerke Duisburg

Im Wasserwerk Düsseldorf-Wittlaer sind in dieser Woche die ersten drei von sieben neuen Großfiltern eingebaut worden. Rund 3,8 Millionen Euro fließen in die Erneuerung der Filteranlage. Das Geld kommt von der Wasserbeschaffung Niederrhein Westfalen GmbH (WBNW), einer gemeinsamen Gesellschaft der Stadtwerke Duisburg AG und der Gelsenwasser AG, heißt es in einer Medieninformation der Stadtwerke Duisburg vom 13. August.

Weil die Anlage während der Arbeiten weiterlaufen muss, erfolgt der Austausch in zwei Schritten. Zunächst wurden drei der sieben Filterbehälter ersetzt, die übrigen vier folgen im Jahresverlauf 2027. Die alten Behälter stammen aus dem Jahr 1963 und hatten das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht. Nach dem Ausbau wurden sie entsorgt.

Der Ablauf war genau geplant. Am Montag, 10. August, wurde in den frühen Morgenstunden ein großer Kran aufgebaut, der ab 7 Uhr das Dachprovisorium der Filterhalle abhob. Anschließend wurden die alten Filterbehälter herausgehoben und auf einem Grünstreifen zwischengelagert. Am Dienstag, 11. August, trafen die drei neuen Behälter per Spedition ein und wurden eingehoben, positioniert und ausgerichtet. Wegen der Größe des Schwertransports erfolgte die Anlieferung nachts, um den Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Jeder der neuen Behälter misst 3 Meter im Durchmesser und 6 Meter in der Höhe, wiegt leer 12,8 Tonnen und befüllt 64,5 Tonnen. Gefertigt wurden die Stahlbehälter in der Nähe von Hannover, ihre Epoxidharzbeschichtung erhielten sie bei einer Firma in Köln. Die Filter sind in Doppelstockbauweise mit zwei Düsenböden ausgeführt. Eine obere Schicht aus 1,3 Meter Quarzsand hält Partikel zurück, darunter entfernen 2 Meter Aktivkohle organische Spurenstoffe aus dem Wasser. Mit einer Leistung von 100 Kubikmetern pro Stunde entsprechen die neuen Filter dem aktuellen Stand der Technik. In Betrieb gehen sollen die drei Behälter im Januar 2027. Parallel wird die Verfahrenstechnik der Anlage verbessert, etwa beim Befüllen der Filter mit Aktivkohle und bei der Filterrückspülung.

Die WBNW ist seit 2021 Eigentümerin der Wasserwerksanlagen. Ziel der Kooperation ist es, die Wasserversorgung für Duisburg und den Niederrhein zu bündeln und weiterzuentwickeln. Über Brunnen gewonnenes Grundwasser wird im Wasserwerk gefiltert, aufbereitet und als Trinkwasser in Lebensmittelqualität in das Duisburger Versorgungsnetz eingespeist.

Die ausgemusterten Filterbehälter aus dem Jahr 1963 wurden auf einem Grünstreifen zwischengelagert und anschließend entsorgt. Foto: Stadtwerke Duisburg
Die ausgemusterten Filterbehälter aus dem Jahr 1963 wurden auf einem Grünstreifen zwischengelagert und anschließend entsorgt. Foto: Stadtwerke Duisburg
Die 12,8 Tonnen schweren Stahlbehälter kamen per nächtlichem Schwertransport nach Wittlaer. Foto: Stadtwerke Duisburg
Die 12,8 Tonnen schweren Stahlbehälter kamen per nächtlichem Schwertransport nach Wittlaer. Foto: Stadtwerke Duisburg

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