Wo können sich Jugendliche treffen – am besten ungestört, unter sich und ohne mit anderen Menschen in Konflikt zu geraten? Welche Angebote gibt es für sie und was sind ihre Wünsche? Der Bürgerverein Großenbaum/Rahm hatte am Freitag, 3. Juli, zu einem Netzwerktreffen in die Stadtteilbücherei Großenbaum eingeladen. Entstehen soll beispielsweise ein „Heimatvideo“, wie Jugendliche ihren Stadtteil sehen.

„Daraus sollen möglichst konkrete Handlungsempfehlungen entstehen, vor allem für die Politiker“, so Petra Berndorf, stellvertretende Vorsitzende des Bürgervereins. Der Film soll als Projekt unter fachkundiger Anleitung entstehen; den Schnitt und die Postproduktion übernehmen Profis. Fördermittel wurden beim NRW-Heimatministerium beantragt und auch schon bewilligt. Jetzt fehlen vor allem die Jugendlichen, die ihre Sichtweise auf Rahm und Großenbaum zeigen sollen – egal ob alleine, in Gruppen oder Klassen. Dazu reicht das eigene Smartphone. Wichtig sei die Sichtweise der Jugendlichen, die aber selbst nicht unbedingt vor die Kamera müssen.
Der ganze Film soll im Rahmen einer Projektwoche konkretisiert und geschnitten werden, voraussichtlich im September. Es sei nicht notwendig, jeden Tag in der Bücherei dabei zu sein. Wer Interesse hat, soll einfach vorbeischauen. Details sollen in Kürze folgen.
Wie wichtig das Thema ist, zeigte der bunt gemischte Teilnehmerkreis. Vertreter von Sport-, Jugend- und Schützenvereinen waren ebenso dabei wie Kirchenmitarbeiter und Personen aus unterschiedlichen politischen Parteien. Bezirkspolizist Markus Bach war terminlich verhindert, hatte im Vorfeld aber erklärt, dass er immer ansprechbar sei. In Großenbaum und Rahm gebe es keine negativen, ausufernden Themen, die Jugendliche betreffen würden. Ältere Menschen fühlten sich bei größeren Jugendgruppen ängstlich, aber wirklich Gründe gebe es für diese Angst nicht.
Vorstandsmitglieder des Bürgervereins sammelten erste Ideen mit dem Teilnehmerkreis. Wichtig sei, dass man sowohl mit den Jugendlichen als auch mit den Anwohnern reden müsse – und könne. Ein Stadtteilplan für Jugendliche müsste in ihrer Sprache entwickelt werden, auch digital. Mögliche Treffpunkte sollten gut angebunden sein: mit Bus und Bahn erreichbar und mit Einkaufsmöglichkeiten.
Wäre es richtig, einen Jugendcontainer wieder zur Verfügung zu stellen, der in Eigenregie betrieben werden müsste? Diesen gab es vor vielen Jahren am Reiserweg. Ideen gibt es sicherlich noch viele. Diese sollen in weiteren Treffen besprochen und konkretisiert werden.
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