Nachdem sich an Karneval noch alle hinter Masken versteckt haben, wird es Zeit, das Körbchen rauszuholen. Aber Hand aufs Herz: Wer weiß denn schon, warum eigentlich bald Schokohasen geköpft und im Garten Eier gesucht werden? Fünf Dinge über Ostern, die (wahrscheinlich) nicht jedem bekannt sind.
Warum eigentlich ausgerechnet ein Hase?
Der Osterhase ist eigentlich ein Quereinsteiger. Früher waren es oft der Kuckuck, der Storch oder sogar der Fuchs, die die Eier brachten. Der Hase setzte sich erst vor ca. 300 Jahren durch – wahrscheinlich, weil er im Frühjahr als Erster über die Felder flitzte und als Symbol für Fruchtbarkeit galt. Im 19. Jahrhundert begann die Massenproduktion von Schokolade und die Form des Hasen ließ sich schlichtweg besser vermarkten und gießen als die eines Storchs oder Fuchses. (Und mal ehrlich: Ein Schokoladen-Fuchs sieht einfach nicht so niedlich aus.)
Das Ei: Mehr als nur ein Snack!
Im Mittelalter waren Eier eine Art Währung. Im Mittelalter galt während der 40-tägigen Fastenzeit das Gebot der Abstinenz. Das betraf nicht nur Fleisch, sondern auch die sogenannten „laktizien“ Speisen – also alles, was vom Tier stammte, inklusive Milch, Käse und eben Eiern. Das Problem: Die Hühner wussten nichts vom Fastenplan. Da es im Frühling wieder hell und warm wurde, legten sie auf Hochtouren. Da man die Eier nicht essen durfte (und sie nicht wegwerfen wollte), stapelten sie sich in den Vorratskammern. Da es damals kaum Bargeld gab, wurden Abgaben oft in Naturalien geleistet. Der Termin für die Zinspflicht (die Pacht) war häufig der Gründonnerstag. Die Bauern nutzten den riesigen Eier-Überschuss, um ihre Schulden bei den Grundherren oder der Kirche zu begleichen. Diese Eier nannten sich offiziell „Zinseier“. Damit man die alten Eier von den frischen unterscheiden konnte, wurden sie gekocht und rot gefärbt. Das Kochen und Färben war tatsächlich eine geniale Erfindung der Haltbarmachung und Kennzeichnung: Durch das Hartkochen wurden die Eier für einige Wochen konserviert. Man musste die „alten“ Eier aus der Fastenzeit von den frischen Eiern unterscheiden, die nach Ostern wieder normal gegessen werden durften. Die Farbe Rot war die erste Wahl, weil sie im christlichen Kontext das Blut Christi und den Sieg über den Tod symbolisierte. Erst später kamen andere Farben hinzu.
Krimi-Zeit in Norwegen
Während wir Eier suchen, suchen die Norweger den Mörder. Dort gibt es die Tradition des Osterkrimis, der „Påskekrim“. Pünktlich zu Ostern erscheinen neue Kriminalromane, und im Fernsehen laufen besonders gerne Krimis. Sogar auf Milchpackungen werden kleine Rätselgedichte abgedruckt.
Warum feiern wir jedes Jahr an einem anderen Datum?
Während Weihnachten an einem festgelegten Datum stattfindet – dem 24. Dezember – ist Ostern ein kleiner Astronomie-Fan. Das Datum richtet sich nach dem Mond: Es ist immer der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Deshalb schwankt das Fest jedes Jahr zwischen dem 22. März und dem 25. April.
Das teuerste Ei der Welt
Das teuerste Osterei – ein Fabergé-Ei – wurde für rund 12,5 Millionen Euro verkauft. Es ist mit Diamanten besetzt und enthält eine mechanische Uhr. Es mag zwar pünktlich an die Kaffeezeit erinnern, aber dazu schmeckt doch wohl besser die Variante aus Schokolade.
NORDBOTE-Newsletter
Neuste Nachrichten für Düsseldorf-Nord und Duisburg-Süd, Events und Angebote jeden Dienstag- und Freitagmorgen direkt in Ihr Mail-Postfach!
