Verein Handwerk und Handel Angermund steht vor dem Umbruch

Vorstand und Mitglieder des Vereins Handwerk und Handel Angermund bei der 33. Jahreshauptversammlung im Landgasthaus Chargé. Foto: ah
Vorstand und Mitglieder des Vereins Handwerk und Handel Angermund bei der 33. Jahreshauptversammlung im Landgasthaus Chargé. Foto: ah

Auf der 33. Jahreshauptversammlung des Vereins Handwerk und Handel Angermund wurde am Montag, 19. Mai, über nicht weniger als die Zukunft des Vereins diskutiert. In einer ausführlichen Sitzung im Landgasthaus Chargé entschieden sich die anwesenden Mitglieder gegen eine sofortige Auflösung und für eine Verlängerung des Vereinsbestehens um ein halbes Jahr. Ziel: Den Verein durch strukturelle Öffnung und gezielte Mitgliederansprache neu auszurichten.

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit folgte ein umfassender Rückblick auf das Vereinsjahr, vom Neujahrsempfang über diverse Vorstandssitzungen bis hin zum Nikolausmarkt. Letzterer führte erneut zu einem finanziellen Verlust, der jedoch im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringer ausfiel. Ein erheblicher Kostenfaktor waren unter anderem gestiegene Sicherheitsauflagen sowie neue technische Anforderungen. Zusätzlich musste auf Anforderung der Stadt ein professioneller Architektenplan für die Veranstaltungsfläche erstellt werden. Dieser steht dem Verein nun dauerhaft für kommende Jahre zur Verfügung.

Der Kassenbericht zeigte ein solides Gesamtbild. Rückstellungen und nachträgliche Zahlungen für den vorangegangenen Nikolausmarkt wirkten sich auf das Ergebnis aus, dennoch bleibt die finanzielle Situation des Vereins insgesamt stabil. Positiv wurde angemerkt, dass der Verlust durch den Nikolausmarkt stark rückläufig ist.

Ein zentrales Thema des Abends war die personelle Situation: Zahlreiche Vorstandsposten blieben unbesetzt, die Resonanz auf die Einladung war gering. Die Debatte kreiste wiederholt um die sinkende Beteiligung der Mitglieder und die Notwendigkeit, neue Impulse zu setzen. Im Raum stand der Vorschlag, auch engagierte Bürgerinnen und Bürger ohne eigenen Gewerbebetrieb künftig in die Vereinsarbeit einzubinden. Dafür wäre perspektivisch eine Satzungsänderung erforderlich.

Eine offizielle Neuwahl des Vorstands fand nicht statt. Die Anwesenden verständigten sich darauf, dass die bisherigen Vorstandsmitglieder die laufenden Aufgaben vorerst weiterführen, bis über die zukünftige Ausrichtung des Vereins entschieden ist.

Letztlich wurde beschlossen, die Auflösung vorerst nicht zu vollziehen. Stattdessen wird es bis Herbst 2025 einen neuen Versuch geben, Mitstreiter zu gewinnen. Ein sogenannter Brandbrief soll an alle Mitglieder versendet werden. Darüber hinaus sind Plakataktionen und ein Artikel in der Presse geplant. Die nächste Versammlung ist für September vorgesehen. Dann soll geprüft werden, ob sich durch die ergriffenen Maßnahmen ein tragfähiges neues Fundament für den Verein finden lässt. Falls nicht, wäre eine geordnete Auflösung unausweichlich.

NORDBOTE-Newsletter
Neuste Nachrichten für Düsseldorf-Nord und Duisburg-Süd, Events und Angebote jeden Dienstag- und Freitagmorgen direkt in Ihr Mail-Postfach!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert