Vaillant Wärmepumpen und Heizungssysteme sind heute weltmarktführend. Der Name ist europaweit bekannt. Aber wer weiß schon, dass dieser Name auf einen Sohn der Stadt Kaiserswerth zurückgeht?
Johann Friedrich Vaillant wurde am 11. Mai 1851 als 10. Kind des Schneidermeisters Franz Theodor Vallant und seiner Frau Maria, geborene Goetzen, in Kaiserswerth geboren. Der französisch klingende Name erklärt sich dadurch, dass Johann Theodor aus Kalkar am Niederrhein kam, um die Wende 17./18. Jahrhundert ein französisches Department. Nach der Volksschule in Kaiserswerth und einer Lehre zum Kupferschmied in Werden an der Ruhr ging Johann Friedrich Vaillant vier Jahre auf Wanderschaft und lernte weiter bei zehn verschiedenen Meistern im Rheinland.
Da er im damals verarmten Kaiserswerth keine Zukunftschancen sah, machte er sich 1874 in der aufstrebenden Stadt Remscheid als „Kupferschläger und Pumpenmacher“ selbständig. Er befasste sich mit den Möglichkeiten, welche das damals aufkommende Stadtgas für Heizung, Warmwasseraufbereitung und Beleuchtung bot. 1894 meldete er ein Patent für einen Badeofen an, in dem ohne in Kontakt mit Heizgas (Abgas) in Berührung zu kommen, Warmwasser aufbereitet werden konnte. Mit der Produktion war er sehr erfolgreich, hatte bald auch Kunden in den Niederlanden, Österreich und England.
Als Schutzmarke ließ er 1899 „Osterhase im Ei“ eintragen. Es ist heute noch im Firmenloge der Firma Vaillant enthalten. Der sehr erfolgreiche Unternehmer ist ansonsten wenig in der Öffentlichkeit aufgetreten. Lediglich in den Jahren 1901 bis 1903 war er Mitglied im Kirchenvorstand St. Suitbertus in Remscheid. Vielleicht dachte er dabei an seine Kindheit, Kommunion und Jugend in Kaiserswerth. Johan Friedrich Vaillant starb am 11. März 1920 in Remscheid. Das Unternehmen übergab er an zwei Söhne. Es ist noch heute im Besitz der Familie.
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