Suitbertus-Gymnasium: Charitywalk am Rhein für Kinder in Brasilien

Mit dem Charitywalk unterstützen die Schülerinnen und Schüler die Aktion „Solidarität geht“ des katholischen Hilfswerks Misereor.
Mit dem Charitywalk unterstützen die Schülerinnen und Schüler die Aktion „Solidarität geht“ des katholischen Hilfswerks Misereor.

Jeder Kilometer zählt beim diesjährigen Charitywalk des Suitbertus-Gymnasiums am Freitag, 29. August. An diesem Tag macht sich die gesamte Schulgemeinschaft auf eine 18 Kilometer lange Strecke am Rhein entlang. Der Lauf beginnt nach einer kurzen Andacht in der Basilika, da er am Patroziniumstag der Schule stattfindet. Im Anschluss starten die Klassen zeitversetzt.

Im Vorfeld haben die Schülerinnen und Schüler auf einem Laufzettel Sponsoren gesammelt, die für jeden gelaufenen Kilometer einen Geldbetrag spenden. Der Erlös kommt dieses Mal dem Projekt von Misereor zugunsten von Kindern und Jugendlichen in Brasilien zugute. Das Projekt trägt den Namen „Schwerer Start. Faire Chance! Zukunft für Kinder und Jugendliche aus Armenvierteln in Recife und Caruaru“.

Obwohl Brasilien mittlerweile die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt ist und nicht mehr zu den armen Ländern zählt, ist das soziale Gefälle dort besonders groß. Einer immer reicher werdenden Ober- und einer relativ gut situierten Mittelschicht stehen rund 40 Millionen Brasilianer gegenüber, die von nur 1,50 Euro pro Tag leben müssen. Ausdruck dieser sozialen Spaltung ist das in allen größeren Städten bestehende Straßenkinderproblem. Einige der betroffenen Kinder und Jugendlichen sind vor dem Elend und der Gewalt in ihren Familien geflohen. Andere leben zwar noch bei ihren Eltern, halten sich aber von morgens bis abends auf der Straße auf, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen, teilweise durch Betteln, aber auch durch Kleinkriminalität und Prostitution.

Während sich der Staat kaum um sie kümmert, sind es hauptsächlich private und kirchliche Organisationen, die ihnen Halt geben und Chancen auf ein besseres Leben eröffnen. Pernambuco, wo die Misereor-Partnerorganisation „Grupo AdoleScer“ tätig ist, belegt Platz fünf in der Rangliste der ärmsten Bundesstaaten Brasiliens. Kinder und Jugendliche leiden dort besonders unter den Auswirkungen und der Gewalt, die ihren Alltag prägt. Es fehlt oft an Inspiration und Unterstützung für eine gesunde, selbstbestimmte Lebensplanung. In der „GrupoAdoleScer“ engagieren sich Brasilianer, die nicht wegschauen, sondern mit ihrer Expertise Vertrauen herstellen, Strukturen verändern und Menschenrechte einfordern.

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