Stadtwerke zeigen Wasserwerk Bockum zum Tag des offenen Denkmals

Im Maschinenhaus des Wasserwerks Bockum sind die original erhaltenen Dampfkolbenpumpen aus dem frühen 20. Jahrhundert zu sehen. Foto: Daniel Tomczak / DVV
Im Maschinenhaus des Wasserwerks Bockum sind die original erhaltenen Dampfkolbenpumpen aus dem frühen 20. Jahrhundert zu sehen. Foto: Daniel Tomczak / DVV

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September, öffnen die Stadtwerke Duisburg das historische Wasserwerk Bockum in Düsseldorf-Wittlaer. Von 10 bis 17 Uhr haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das 115 Jahre alte Baudenkmal zu besichtigen und mehr über die Geschichte der Trinkwasserversorgung in Duisburg zu erfahren.

Das Wasserwerk am Wasserwerksweg 60 wurde in den Jahren 1910 bis 1911 im Stil der rheinischen Industriekultur errichtet. Es zählt mit original erhaltenen Dampfkolbenpumpen und Wassergewinnungsanlagen zu den eindrucksvollsten technischen Denkmälern der Region. Führungen durch Mitarbeitende der Stadtwerke bieten Einblicke in Architektur und Technik. Ergänzt wird das Angebot durch eine Fotoausstellung im Maschinenhaus. Auch die elektrisch betriebene Stadtwerke-Ape kommt zum Einsatz: Sie versorgt die Gäste mit frischem Trinkwasser.

Das historische Wasserwerk war bis zur Inbetriebnahme des neuen Werks 1989 aktiv und ist Teil der rechtsrheinischen Wassergewinnung der Stadtwerke Duisburg, die auch Anlagen in Wittlaer, auf dem Wittlaerer Werth und in Kaiserswerth umfasst. Insgesamt liefern die Stadtwerke rund 35 Millionen Kubikmeter Trinkwasser jährlich an Duisburger Haushalte und Unternehmen.

Im 19. Jahrhundert verschärften Industrialisierung und fehlende Kanalisation die hygienischen Zustände in Duisburg. Die daraus resultierenden Seuchen wie Cholera und Pocken führten 1873 zur Gründung der zentralen städtischen Wasserversorgung.

Die Fassade des historischen Wasserwerks Bockum in Wittlaer ist ein Beispiel rheinischer Industriekultur. Archivfoto: Daniel Tomczak / DVV
Die Fassade des historischen Wasserwerks Bockum in Wittlaer ist ein Beispiel rheinischer Industriekultur. Archivfoto: Daniel Tomczak / DVV

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