So schnell war das Königsschießen in Angermund selten zu Ende gegangen, denn schon mit dem 118. Schuss war alles vorbei. Philipp Stecher, zweiter Jungschützenmeister, noch 32 Jahre jung und von Beruf Lohnbuchhalter, ist der neue Schützenkönig 2025/26. Erst am Tag zuvor hatte er sich dazu entschlossen, am Montag um die Königswürde mitzuschießen, bei der sich Kai Haedler als starker Widersacher erwies. Dabei kam ihm zugute, dass seine Eltern just am Montag in den Urlaub gefahren waren: „Sie hätten mit Sicherheit versucht, mich von meinem Vorhaben abzubringen“, so Philipp Stecher. Zu seiner Königin wählte er Lisa Ebeling, die Jungschützenmeisterin.
Begonnen hatte das Schützen- und Volksfest bereits am Sonntag, 7. September, mit dem sogenannten Möschesonntag, bei dem bei herrlichsten Temperaturen die Schülerprinzessin, diesen Titel errang Isabella Schütte, und der neue Gästekönig, zu dem sich Benedict Stieber (CDU) kürte, ermittelt worden waren.

Am Samstag, 13. September, wurde das Fest dann offiziell durch den Donner der Böller und durch das Festgeläut der Glocken der St. Agnes Kirche sowie dem Aufzug der Stadttorwache mit dem Spielmannszug und dem Goldenen Vogel um 16 Uhr eröffnet. Anschließend ist auf dem Hochschießstand der Traditionskönig, den sich dieses Jahr Walter Krüger sicherte, ausgeschossen worden. Der geplante Fackelzug durch die Straßen musste wegen des einsetzenden Regens leider abgesagt werden. Der Festakt mit dem großen Zapfenstreich und dem Höhenfeuerwerk an der Kellnerei erfolgte gleichwohl. Wegen des sich verstärkenden Regens wohnten dem Feuerwerk allerdings leider sehr viel weniger Besucher bei. Ab circa 21.30 Uhr fand dann die traditionelle Schützenparty in der Festhalle mit DJ bei freiem Eintritt statt – ein beliebter Treffpunkt vor allem für die Jugendlichen.

Nach den morgendlichen Protokollarien, unter anderem mit einem „Musikalischen Frühschoppen“ um 11 Uhr am Sonntag, 14. September, begann ab circa 15.30 Uhr der Sternmarsch der Musikzüge zum Kreisverkehr Lintorfer-/Rahmer-/Angermunder-/Graf-Engelbert-Straße. Der historische Festumzug mit anschließender Parade auf der Rahmer Straße startete um kurz nach 16 Uhr, und um 19.30 Uhr fand dann der Festball für die Angermunder Bürger und ihre Gäste bei freiem Eintritt statt. Leider kann man die Halle nicht verkleinern, was zumindest optisch ein besseres Bild abgegeben hätte. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Allerdings musste man konstatieren, dass sich die Ränge doch relativ früh schnell leerten.

Von links, vordere Reihe: Pagenprinz Arne Krüger, Pagin Marie Dörnhöfer, Pagin Romy Gundel, Page Rich Röskes und Page Max Ludwig. Foto: vj
Das Königs- und Kronprinzenvogelschießen wurde dann am Montag ausgetragen – begleitet immer wieder von heftigen Windböen und Regenschauern. Kronprinzessin ist Isabell Hoffmann geworden. Parallel fand in der Festhalle unter verjüngter Leitung die allseits beliebte Kinderbelustigung statt, bei der gefühlt mehr als 1.000 Kinder Enten angelten, Ringe warfen, sich Bobby-Car-Rennen lieferten und vieles andere. Um 18 Uhr erfolgte das Abschreiten der Front auf der Graf-Engelbert-Straße durch die neuen Majestäten mit anschließendem kleinem Festzug mit Parade auf der Rahmer Straße. Der große Krönungsball mit den üblichen Darbietungen der Angermunder Schützen startete abschließend bei freiem Eintritt um 19.30 Uhr wiederum in der Festhalle.




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