So gelingt die An- und Abreise zum Open Air Park Düsseldorf

Ansicht des Messeparkplatzes P1 in Düsseldorf. Die Fläche von rund 80.000 Quadratmetern soll künftig für Open-Air-Veranstaltungen genutzt werden. Quelle: OpenStreetMap
Ansicht des Messeparkplatzes P1 in Düsseldorf. Die Fläche von rund 80.000 Quadratmetern soll künftig für Open-Air-Veranstaltungen genutzt werden. Quelle: OpenStreetMap

Auf dem Messeparkplatz P1 nahe der Merkur Spiel-Arena feiert der Open Air Park Düsseldorf am Freitag, 10. Juli, Premiere. Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsfläche spielt die US-amerikanische Metal-Band System of a Down vor rund 80.000 Besuchern. Damit die An- und Abreise möglichst reibungslos läuft und die angrenzenden Wohngebiete in Stockum und Lohausen geschont werden, greift ein eigens entwickeltes Verkehrs- und Anwohnerschutzkonzept. Das teilt die Landeshauptstadt Düsseldorf mit.

Wer zum Konzert will, kann die Anreise vorab über die Plattform www.event-mobility.de planen. Sie filtert die besten Verbindungen aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Shuttleangeboten, Parkflächen und empfohlenen Anfahrtsrouten. Für die Anreise mit dem Auto ist ein vorab gebuchtes Parkticket zwingend erforderlich, ohne Buchung ist das Parken auf den Veranstaltungsparkflächen nicht möglich. Die frühzeitige Planung soll Verkehrsströme lenken und die Wohngebiete vor zusätzlichem Parksuchverkehr schützen.

Entspannter geht es mit Bus und Bahn. Die Fahrt im Geltungsbereich des VRR ist im Konzertticket enthalten, die U-Bahnlinie U78 hält an der Station MERKUR SPIEL-ARENA/Messe Nord, von dort ist das Gelände ausgeschildert und zu Fuß erreichbar. Wer mit dem Fahrrad oder E-Scooter kommt, findet Abstellplätze am Lohauser Deich und am Rheinbad, von beiden ist der Open Air Park in zehn Minuten zu Fuß zu erreichen.

Zum Schutz der Anwohner gelten an den Veranstaltungstagen Zufahrtskontrollen. Am Freitag, 10. Juli, greifen sie ab 11 Uhr (Stufe 2), am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juli, ab 12 beziehungsweise 12.30 Uhr (jeweils Stufe 1). Betroffen sind Wohnstraßen in Stockum und Lohausen, unter anderem rund um die Nordparksiedlung, die Beckbuschstraße und den Leuchtenberger Kirchweg. In die gesperrten Bereiche dürfen dann nur Anwohner mit Durchfahrtsberechtigung einfahren. Diese erhalten Kfz-Halter, die im Sperrgebiet wohnen und deren Fahrzeug dort zugelassen ist, auch Bewohnerparkausweise der betroffenen Parkgebiete gelten. Die Berechtigung erlaubt allerdings nur das Passieren der mit Ordnungsdienstpersonal besetzten Kontrollstellen, ein Parkrecht ist damit nicht verbunden. Die Zufahrt für Angehörige, Gäste und Pflegedienste bleibt gewährleistet. Welche Zufahrtspunkte im Einzelnen offen sind, steht in den Informationsschreiben, die bereits Ende Mai an die betroffenen Haushalte verschickt wurden.

Auch beim Lärm soll das Wohnumfeld möglichst verschont bleiben. Die Hauptbühne ist nicht zu den Wohngebieten, sondern in Richtung Rhein ausgerichtet, moderne Beschallungstechnik und fortlaufende Schallprognosen sollen die Belastung gering halten. Dennoch ist bis 23 Uhr mit veranstaltungsbedingtem Lärm in Stockum, Lohausen und Teilen von Meerbusch zu rechnen, der mit Beginn der Abreise ab 23 Uhr kontinuierlich abnimmt. Ein erweitertes Abfallmanagement entlang der An- und Abreisewege soll für Sauberkeit sorgen, die Reinigung des Geländes und der umliegenden Gebiete beginnt unmittelbar nach Veranstaltungsende.

Wie gut das Konzept in der Praxis trägt, wird im Stadtbezirk genau beobachtet. Erst für die Sitzung der Bezirksvertretung 5 am Dienstag, 30. Juni, hatte die CDU-Fraktion einen Sachstandsbericht der städtischen Veranstaltungstochter D.LIVE beantragt und verbindlichen Schutz für die Anwohner in Lohausen und Stockum angemahnt.

Für Fragen und Hinweise ist eine Anwohner-Hotline unter 0211-15981200 geschaltet. Sie ist ab 14 Tage vor der Veranstaltung von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr erreichbar, am Veranstaltungstag selbst auch darüber hinaus. Nachfragen sind zudem per E-Mail an info@openairpark-dus.de möglich.

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