Eine ganz besondere Einladung hatten Ende Juni Marlies Schmitz, Monika Simon und Michael Germ in ihren Briefkästen: Sie kam aus dem Schloss Bellevue in Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender hatten zum Bürgerfest in den Schlosspark eingeladen. Und so fuhren die drei engagierten Ehrenamtlichen und maßgeblich treibenden Kräfte des Fördervereins Herz-Jesu Serm mit ihren Begleitungen jetzt nach Berlin. „Wir haben uns wirklich geehrt gefühlt“, blickt Germ im Gespräch mit NORDBOTE.de zurück.
Die Reisegruppe aus dem Duisburger Süden fühlte sich dort wohl. Bei wolkigem, aber trockenem Wetter genossen sie laut dem Vorsitzenden des Fördervereins die schöne Veranstaltung mit 4.000 anderen ehrenamtlich engagierten Menschen. „Einmal stand ich 1,5 Meter neben dem Bundespräsidenten, aber leider bin ich nicht mit ihm ins Gespräch gekommen.“ Mit Marlies und Ferdi Schmitz, Moni Simon und Elke Vink sowie Rainer Kreh habe er die Moderation von Bärbel Schäfer verfolgt. Ein Gesprächsgast in der Talkrunde war Peter Maffay. Musikalisch trugen „The Boss Hoss“ zum Gelingen der Veranstaltung bei. An Essens- und Getränkeständen konnten sich alle stärken, auch wenn man hier warten musste, weil viele das Angebot nutzen wollten. Zudem konnte man sich an zahlreichen Ständen informieren.
„Gut gefallen hat uns die Besichtigung des Schlosses Bellevue auf eigene Faust“, erinnert sich der Sermer. Sie durften durch das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss gehen: Zum Beispiel inspizierten sie das Arbeitszimmer des Bundespräsidenten und sahen, wo sonst die Staatsgäste platziert werden und das große Staatsbankett stattfindet.

Ehrenamt ist unbezahlbar
Beim diesjährigen Bürgerfest war übrigens Portugal internationales Partnerland des Bürgerfestes. Der Bundespräsident hatte das Bürgerfest zusammen mit seinem portugiesischen Kollegen Marcelo Rebelo de Sousa eröffnet und seine Frau entschuldigt, weil sie auf dem Rückweg von einer Reise nach Kiew war. Der erste Mann des Staates unterstrich: „Was Sie mit Ihrem Einsatz für unsere Gesellschaft, für unser Miteinander, für unser Land tun, das ist mit keinem Gold aufzuwiegen. Auch nicht mit Silber. Das ist unbezahlbar.“ Das klassische Ehrenamt werde älter, die Aufgaben verteilten sich auf immer weniger Schultern. Er rief alle dazu auf, sich im nächsten Jahr am 23. Mai beim „Ehrentag“ zu engagieren. Ganz Deutschland solle an diesem Tag zu einer Mitmach-Arena werden: „Ob der Stadtpark gereinigt wird oder sich ein Kinderchor zusammentut und im Seniorenzentrum singt – alle sind gefragt, mit anzupacken. Einige Stunden Einsatz für andere, für unser Land – jede Idee ist willkommen.“
Die kleine Sermer Reisegruppe ist sich einig: „Wir waren froh, dieses Fest miterleben zu dürfen.“ Wer dem Bundespräsidenten den Tipp gab, die Ehrenamtlichen aus dem Förderverein nach Berlin einzuladen und damit zu würdigen, ist allerdings nicht bekannt.





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