Die letzte öffentliche Sitzung der Bezirksvertretung 5 vor den Sommerferien ist am Dienstag, 30. Juni, um 17 Uhr im Rathaus Kaiserswerth am Kaiserswerther Markt 23. Erst am 15. September trifft das Gremium dort wieder zusammen. Die Tagesordnung ist lang und reicht von großen Bauvorhaben bis zum Verfall eines Schlosses.
Einer der ersten Punkte ist ein Bericht über die Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf. Außerdem berichtet die städtische Tochtergesellschaft „DLive“ als Veranstalterin über den Schutz der Anwohner in Stockum und Lohausen vor der erstmals genutzten Eventfläche auf den Messeparkplätzen. Dabei geht es vor allem um die An- und Abfahrt der bis zu 80.000 Besucher.
Eine Reihe von Bauvoranfragen und Bauanträgen steht auf der Tagesordnung, darunter zwölf Reihenhäuser in der Lönsstraße in Stockum und zwei Mehrfamilienhäuser an der Bockumer Straße 203 bis 209 in Wittlaer. Außerdem teilt die Stadtverwaltung mit, der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung (APS) habe dem Bau von sechs Mehrfamilienhäusern am Zeppenheimer Weg zugestimmt. Die Bezirksvertretung 5 war zwar informiert worden, aber nicht an der Genehmigung beteiligt. Der NORDBOTE hatte seinerzeit darüber berichtet.
Die Stadtverwaltung berichtet zudem über die planungsrechtlichen Probleme, auf der Wiese südlich der Angermunder Straße am Fettpott eine „Dorfmitte“ einzurichten. Unter anderem müsste der Regionalplan NRW geändert und alle zuständigen Ausschüsse und Institutionen beteiligt werden, außerdem wären Alternativen aufzuzeigen.
Waldemar Fröhlich (Bündnis 90/Die Grünen) beantragt mit umfassender Fragestellung Informationen über den Rückbau der B 8 alt. An einer besonders engen Stelle war es zu einem schweren Verkehrsunfall mit Personen- und Totalschaden gekommen. Fröhlich fragt, warum die Straße nicht gleichmäßig verengt wurde, wie es Straßen.NRW der Bezirksvertretung 5 im August 2025 vorgestellt hatte.
Die CDU-Fraktion mit Dominik Dimmendaal und Nicola Irmer beantragt Lösungen für den erheblichen Parkdruck von Sportlern vor den Anlagen von drei Vereinen am Neusser Weg. Für die erfreulich wachsende Zahl aktiver Sportler, aktuell etwa 3000, und die Gäste bei Wettkämpfen reichten die vorhandenen Parkplätze nicht mehr aus. Der Wendehammer und die Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge müssten jederzeit frei gehalten werden. Beklagt werden auch Parkprobleme und Staus rund um die noch im Bau befindlichen, aber teils schon bezogenen Deiker Höfe in Stockum mit etwa 350 Wohnungen, einem Hotel, Büros und Gewerbebetrieben.
Auf der Tagesordnung stehen außerdem die Genehmigung des Weihnachtsmarktes auf dem Klemensplatz wie in den Vorjahren sowie der Trödelmärkte auf den Messeparkplätzen am 20. Juli, 10. August, 29. September, 18. Oktober und 8. November. Von rund 32.000 Euro, die die Bezirksvertretung jährlich an lokale Vereine und Institutionen als Zuschüsse und Zuwendungen vergeben kann, steht rund die Hälfte zur Genehmigung an. Es handelt sich um Einzelbeträge von 500 bis 2650 Euro.
Emmanouil Mastrokoukos (Die Linke) fragt, was über nächtliche Autorennen auf der Danziger Straße bekannt ist. Karsten Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) fragt nach dem Stand der Baumaßnahmen im Kaiserswerther Rathaus, und Waldemar Fröhlich erkundigt sich nach den Zuständigkeiten der Stadt Düsseldorf für das seit zwölf Jahren leerstehende Schloss Kalkum samt Park und Lassalle-Gedenkstätte.
Die früher beantragte Einbeziehung der Westseite der Niederrheinstraße in das Lohauser Gewerbegebiet, um die dortigen Gewerbebetriebe zu sichern, will die Stadtverwaltung umsetzen. Beteiligt werden sollen die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer und das Amt 80.
Die Sitzungsunterlagen sind im Internet unter www.duesseldorf.de über „Rat der Stadt“ und den Kalender abrufbar. Die Sitzung selbst lässt sich unter www.duesseldorf.de/bv/05.html verfolgen.
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3 Kommentare
Die Wiederbelebung von Schloss Kalkum ist ein großes Thema für den Düsseldorfer Norden! Das Schloss ist ein beliebter Ort und nicht nur Anwohner nutzen den Park. Die Frage wer oder was behindert den Prozess muss doch endlich geklärt werden! Es ist nicht das Stück Uferböschung das Problem. Welche Möglichkeiten gibt es aus dem Schloss einen öffentlichen Ort kombiniert mit erschwinglichem Wohnen , Kultur und Bildung zu entwickeln? Welches Amt oder Behörde blockiert hier den Umbau , gibt es wieder ein Fensterchen , das nicht dem Denkmalschutz entspricht? Haben wir noch immer die erbärmliche Neiddebatte, weil ein Investor sich vermeintlich bereichert? Diskutiert wieder jeder mit , weil eventuell ein Parkplatz fehlt oder eine Wildblume im Park falsch bewässert wird? Für die Allgemeinheit muss aus einem toten Anwesen endlich etwas nutzbares und erfrischendes entstehen. Möglichst vor dem nächsten Jahrzehnt!
Bringt unser Schloss endlich nach vorne !
Die Frage von Herrn Emmanouil Mastrokoukes (Die Linke) über nächtliche Autorennen auf der Danziger Straße muss in sofern korrigiert werden da es sich um Auto- und Motorradrennen (ausschließlich PS starker Boliden mit speziellen Auspuffanlagen) von Wittlaer am Kreisverkehr über die Duisburger Landstraße Richtung Froschenteich und dann zurück über die B8n handelt.
Diese „Rennen“ finden zu unterschiedlichen Zeiten in der Nacht statt, teilweise bis 02.00Uhr morgens.
Aber wer will das kontrollieren ?