Sanierung des Schützenhauses: St. Sebastianus Bruderschaft vor großen Herausforderungen

Der neue und alte Gesamtvorstand: (von links): Stefan Harres, Hans Hoster, Alexandra Spiolek, Jens Brandl, Moritz Brechter, Marius Poertzgen, Wilfried Kallenberg, Philipp Ahlmann, Jan Kallenberg, Oliver Haefs, Jörg Thewes (dahinter), Jan Opiela, Ulrike Ulrich und Philipp Stecher. Foto: vj
Der neue und alte Gesamtvorstand: (von links): Stefan Harres, Hans Hoster, Alexandra Spiolek, Jens Brandl, Moritz Brechter, Marius Poertzgen, Wilfried Kallenberg, Philipp Ahlmann, Jan Kallenberg, Oliver Haefs, Jörg Thewes (dahinter), Jan Opiela, Ulrike Ulrich und Philipp Stecher. Foto: vj

In Anbetracht des anhaltenden Glockengeläuts verstummten pünktlich um 11 Uhr die 137 anwesenden Mitglieder, das waren immerhin mehr als 30 Prozent aller Mitglieder, und lauschten zunächst dem Wortgottesdienst des Präses der St. Sebastianus Bruderschaft Angermund, Jan Opiela. In dem Lied ‚Gott baut ein Haus, das lebt‘, welches zusammen gesungen worden ist, stellt Gott die Frage nach dem Fundament. „Unser Fundament ist die Gemeinschaft, denn nur gemeinsam werden wir alle Baustellen meistern können.“ Eine feine Anspielung auf das Problem ‚Schützenhaus‘.

Philipp Ahlmann, der neue 1. Chef der Bruderschaft, begrüßte sodann die anwesenden Mitglieder sowie Gäste und arbeitete routiniert wie der „Alte“ die üblichen Tagesordnungspunkte ab. Den Kassenbericht trug zum letzten Mal Jens Brandl in gewohnter, erfahrener Weise vor. Nach dem Vorjahr konnte auch in diesem Jahr wieder ein Überschuss von fast 12.000 Euro erwirtschaftet werden, der allerdings für die Sanierung des Schützenhauses reserviert ist. Die Kassenprüfung, die von Veronika Wolff vorgetragen worden ist, ergab keine Beanstandungen, weshalb sie vorschlug, dem Vorstand Entlastung zu erteilen, was dann auch einstimmig erfolgte. Zum neuen Kassenprüfer, Tilo Witt bleibt noch ein Jahr im Amt, wurde Michael Ahlemeyer gewählt.

Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Mitglieder neu aufgenommen. Dem standen natürlich einige Austritte und verstorbene Mitglieder gegenüber. Dennoch gelang es dem Verein, die Mitgliederzahl um sieben Personen auf insgesamt 453 Mitglieder zu steigern.

Der amtierende Vorstand beim Vortrag des Jahresberichts 2025. Foto: vj
Der amtierende Vorstand beim Vortrag des Jahresberichts 2025. Foto: vj

Auch in diesem Jahr gibt es zahlreiche Jubilare. So wurde eine Anstecknadel zweimal für eine 25-jährige Mitgliedschaft, sechsmal für eine 40-jährige und viermal für eine 50-jährige Mitgliedschaft vergeben. Einen besonderen und lang anhaltenden Applaus erhielt dabei Thomas Müller, dem die Anwesenden aufgrund seiner zahlreichen Verdienste um die Bruderschaft ‚Standing Ovations‘ darboten.

Für seine Verdienste um die Bruderschaft wurden Thomas Müller, der seit fünfzig Jahren im Verein ist, „Standing Ovations“ dargeboten. Neben ihm von links: Hans Hoster und der Chef der Bruderschaft Philipp Ahlmann. Foto: vj
Für seine Verdienste um die Bruderschaft wurden Thomas Müller, der seit fünfzig Jahren im Verein ist, „Standing Ovations“ dargeboten. Neben ihm von links: Hans Hoster und der Chef der Bruderschaft Philipp Ahlmann. Foto: vj

Die gut vorbereiteten Neuwahlen gingen dieses Mal fast glatt „über die Bühne“. Zum neuen Geschäftsführer wurde bei einer Enthaltung Jörg Thewes bestellt, die Position des stellvertretenden Kassierers wird Marius Poertzgen einnehmen. Als neuer stellvertretender Chef traut sich doch nun endlich Wilfried Kallenberg eine Position im Vorstand zu, während sein Sohn, Jan Kallenberg, als neuer Kassierer für eine erhebliche Verjüngung sorgt. Als Oberbrassler wurde Oliver Haefs bestellt, als Beisitzer Technik Boris Brechter und als Beisitzerin für die Vereins- und Mitgliederverwaltung Ulrike Ulrich. Lediglich eine Position musste an diesem Tag noch vakant bleiben, die des stellvertretenden Schießmeisters.

Das Auditorium während einer „Besinnungspause“. Foto: vj
Das Auditorium während einer „Besinnungspause“. Foto: vj

Aufgrund der Bedeutung des Schützenhauses für den Verein hatte der Chef der Bruderschaft um eine Verlegung dieses Tagesordnungspunktes an den Schluss plädiert. Was war passiert: Über einen Riss in einer Wasserleitung hatte sich über Monate unbemerkt so lange Wasser angesammelt, bis die ersten Feuchtigkeitsschäden an den Wänden sichtbar wurden und das Wasser auch schließlich durch die Fußbodenfliesen drang. Ein unübersehbarer Schaden, für den zunächst das gesamte Mobiliar, die Heizkörper, die Fliesen und der Estrich herausgerissen werden müssen, was bisher noch nicht vollständig geschehen ist. Erst dann aber kann ein Gutachter eine Schadenssumme beziffern – und erst dann kann auch überlegt werden, was man sinnvollerweise machen sollte. Klar ist: „Alle möchten natürlich in unserem Wohnzimmer bleiben“, so das Statement des 1.
Chefs.

Nachdem das sachverständige Mitglied Christian Kaufmann einen Überblick über die Sachlage abgegeben hatte, kamen aus dem Auditorium hierzu einige sehr sinnvolle Vorschläge. Ohne konkrete Zahlen – die Versicherung ersetzt lediglich den Schaden, was eine Erneuerung auf dem Stand der Grundsteinlegung 1977 heute kosten würde –, vor allem hinsichtlich einer energetischen Sanierung und Modernisierung des Schützenhauses kann hierzu allerdings momentan nichts beschlossen werden. Wie der Präses es schon andeutete: Nur durch gemeinsames „Anpacken“ – körperlich und/oder finanziell – ist eine Lösung zu finden: Koste es, was es wolle – wann auch immer!

Für seine fünfzigjährige Mitgliedschaft in der Bruderschaft Angermund wurde auch Detlev Gestigkeit geehrt. Foto: vj
Für seine fünfzigjährige Mitgliedschaft in der Bruderschaft Angermund wurde auch Detlev Gestigkeit geehrt. Foto: vj

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