Rund 60 Schlepper kamen zum Traktortreffen des Rahmer Traktor Clubs

Rund 60 Schlepper aus dem Umland waren beim dritten Traktortreffen des Rahmer Traktor Clubs. Foto: privat
Rund 60 Schlepper aus dem Umland waren beim dritten Traktortreffen des Rahmer Traktor Clubs. Foto: privat

Das gibt es selten, genau alle zwei Jahre. Dann herrscht so etwas wie Parkplatznot auf der Vereinswiese des Rahmer Traktor Clubs. Um die Mittagszeit hatten sich zum dritten Traktortreffen rund 60 Schlepper aus dem Umland eingefunden und boten einen vielfältigen Anblick für alle Besucher, die sich für Old- und Youngtimer interessieren. Auch die Nachbarn aus Angermund ließen sich das Fest nicht entgehen.

Vom Elfer-Deutz, dem legendären Bauernschlepper aus den Gründungstagen der Bundesrepublik, bis zum hochpolierten Lanz Eilbulldog aus dem Baujahr 1940 war ein buntes Spektrum an Modellen und Marken zu sehen. Und dennoch war es nur ein kleiner Ausschnitt aus der vielfältigen Traktorenwelt der 50er- bis 70er-Jahre, in denen man noch weitgehend ohne schützende Kabine auf dem Lande arbeitete. Im Kontrast dazu standen einige größere Schlepper, die auch schon als Youngtimer gelten können.

Manche Teilnehmer hatten eine längere Anreise auf sich genommen, wie die Kennzeichen „GV“ (Grevenbroich) oder „NE“ (Rheinkreis Neuss) auf der linken Rheinseite oder „E“ (Essen) und „MH“ (Mülheim) sowie „ME“ (für Mettmann) erkennen ließen. Schließlich liegt die Reisegeschwindigkeit der meisten Oldies bei 20 Kilometer pro Stunde.

Langsamer unterwegs war der Bären-Express, ein kleiner Sitzwagen im Schlepp eines Rasentraktors. Hier konnten jüngere Besucher mit ihren Eltern eine Runde über die Treckerwiese drehen, und das Angebot wurde gerne wahrgenommen. Auch der Hubertus-Wagen war im verdichteten Taktverkehr zwischen Rahm und Angermund unterwegs und bot eine gerne genutzte Gelegenheit, auch ohne Gruppe einmal eine geruhsame Reise im Nahverkehr zu erleben. Für die Kleinkinder gab es zudem ein Spielangebot, und die Trettraktoren waren ständig ausgeliehen.

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Dass das Traktorhobby entschleunigend wirkt, aber nicht unbedingt einen eigenen Traktor erfordert, nutzte auch ein Hobbyzeichner aus Großenbaum aus. Er hatte sich an einem schattigen Plätzchen niedergelassen und brachte mit dem Zeichenstift einen 70 Jahre alten Hanomag aufs Papier.

Stressiger war es an den drei Theken, wo eine reiche Kuchen- und Salatauswahl aufgetischt war oder sich der neue Grill bewährte, um die Nachfrage nach Würsten zu stillen. Als es nach 16 Uhr merklich ruhiger wurde auf dem Gelände, konnten sich die gut 20 aktiven Helferinnen und Helfer des RTC-Museumsfestes nicht nur über einen gelungenen Tag freuen, sondern auch über zwei neue Mitglieder, welche die Traktorensammlung bereichern werden.

Hans-Joachim Gilbert

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