Mit einer eindrucksvollen Eröffnungsfeier sind am Mittwochabend, 16. Juli, die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games gestartet. Schauplatz für gut 20.000 Zuschauer und 8.000 Athleten aus 150 Nationen war die ausverkaufte Schauinsland-Arena. Bei der bunten Mischung aus kurzen Reden, Musik, Tanz und Lichteffekten tauchten immer wieder die Worte Begegnung, Freundschaft, Respekt, Toleranz, Wissenschaft und sportlicher Geist auf. Zwölf Tage lang stehen nun die Studierenden aus 2.000 internationalen Hochschulen bei Wettbewerben und kulturellen Höhenpunkten im Ruhrgebiet und Berlin im Mittelpunkt.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hob in seiner Begrüßung hervor, dass NRW bereit sei für Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr: „Mit der Vielzahl unserer herausragenden Sportstätten, mit unserer Erfahrung bei der Ausrichtung internationaler Top-Events wollen wir allen Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis bieten.“ Anschließend erklang das „Steigerlied“ mit 500 Chorstimmen zu sinfonischen Klängen des WDR-Funkhausorchesters, untermalt mit LED-Installationen an großen Türmen, die allerdings manchen Besuchern an den Seitentribünen die Sicht auf die Bühne erschwerten. 116 Delegationen zogen ins Stadion ein – die Organisatoren sprechen von einem „Triumph der Vielfalt.“ Dazu zählen auch die 300 deutschen Teilnehmenden, die zum Song Eisbär von Querbeat mit großem Applaus empfangen und von 177 Offiziellen begleitet wurden. Die Emotionen der Aktiven im Innenraum waren selbst auf den Zuschauerplätzen spürbar: Fröhlich zogen sie durch das Stadion und stellten sich immer wieder zu Selfies auf.

Songs von Montez leiteten zur Willkommensrede von Leonz Eder über, dem FISU-Präsidenten. Dieser unterstrich: „Eine großartige und eindrückliche Eröffnung für wundervolle Spiele. Wir freuen uns über die hohe Anzahl an teilnehmenden Nationen. Die Energie heute Abend war beeindruckend. Die Region NRW lebt wahrlich den Geist der FISU-Spiele.“ An seiner Seite war Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Die Duisburger Bundestagsabgeordnete wurde bei ihrem Heimspiel mit einem Extra-Applaus begrüßt. Sie hatte kaum den Satz „Die Spiele sind eröffnet!“, gesagt, als das Feuerwerk gezündet wurde. Deshalb an dieser Stelle ihr weiteres Statement: „Sie sind ein Geschenk für Sportdeutschland, die Region und für die junge Generation. Sport, Kultur, Wissenschaft und Gemeinschaft: All das kommt in den nächsten zwölf Tagen zusammen. Und das mitten im Ruhrgebiet. Es ist sehr bewegend, das miterleben zu dürfen.“

Die Flamme trug Heide Ecker-Rosendahl unter Standing Ovations in die Arena. Die Olympiasiegerin von 1972 und Universiade-Goldmedaillengewinnerin von 1970 übergab das Feuer an sechs Ausnahmesportler. Gemeinsam entzündeten sie die sechs mächtigen Feuertürme. Das Hissen der FISU-Flagge zum Studentenlied „Gaudeamus igitur“ wurde durch emotionale Acts von Ayliva eingerahmt.
Ausgelegt war der Abend als Festival, regionales Statement und gesellschaftliche Vision zugleich. Das Konzept ist aufgegangen. Bei zahlreichen Wettkämpfen um die Medaillen kann man sich in den kommenden Tagen selbst ein Bild davon machen, wie der sportliche Geist vor Ort gelebt wird und die internationale Völkerverständigung funktioniert. Die meisten Veranstaltungen finden quasi vor der Haustür statt.
Weitere Infos: Programm, Zeitpläne, Ergebnisse unter www.rhineruhr2025.com


























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