Die Häs und Masken sind abgestaubt – alles ist bereit für die närrische Session. Das Häsabstauben hatte die Gruppe „Pütt Daifel“ um Sascha Sittinger auf dem Vereinsgelände der TS Rahm organisiert: „Wenn Rauch in der Luft liegt, Glocken erklingen und das Feuer die Dunkelheit bricht, beginnt ein besonderer Moment des Brauchtums.“ Beim Häsabstauben werden die Felle geehrt, gereinigt und auf die kommende Zeit vorbereitet. So ist es Tradition, die nun auch in dieser Region wieder mehr ins Bewusstsein rücken soll. „Pütt Daifel Krampus“ gibt es seit 2023. Sascha Sittinger hatte das Brauchtum in Österreich erlebt und mit in seine Heimat genommen.
Das (Narren-)Häs bezeichnet im Umfeld der schwäbisch-alemannischen Fasnet das Narrenkostüm, das meistens aus einer holzgeschnitzten Gesichtsmaske und einem vollständig handgearbeiteten Narrenkleid besteht. Der Krampus ist eine Schreckgestalt, die den heiligen Nikolaus begleitet.

Zum Häsabstauben in Rahm erschienen einige Mitglieder mit schweren Masken, Kostümen und Glocken – im dichten Nebel. Seit 2024 ist die Gruppe bei den „Piraten des Südens“ verankert. So war es nicht verwunderlich, dass Kapitänin Sillie Danner selbst mit der Bürste umherlief, um nach launigen, einstimmenden Worten den Dreck von die Häs abzuwedeln.
Die „Pütt Daifel“ freuen sich, dass sie mittlerweile durch verschiedene Auftritte bekannt geworden sind. Unter anderem haben sie mehrere Züge zu St. Martin begleitet. In diesem Jahr werden sie auch am Rosenmontagszug durch Duisburg mitlaufen.

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