Wegen des Verdachts auf unerlaubten Waffenbesitz gegen ein Ehepaar sind am Mittwochmorgen, 30. Juli, ein Wohnhaus in Buchholz sowie die religiöse Stätte WERA in Großenbaum von der Polizei durchsucht worden. Wie eine Polizeisprecherin aus Duisburg auf Nachfrage von NORDBOTE.de mitteilte, geschahen die Durchsuchungen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg.
An den Durchsuchungen waren Einsatzkräfte einer Spezialeinheit, einer Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft sowie Diensthundführer und Beamtinnen und Beamte der Duisburger Kriminalpolizei beteiligt. Der Verdacht richte sich gegen ein Ehepaar. Beide, so die Polizeisprecherin, seien 64 Jahre alt.
„Im Rahmen des Zugriffs wurde der Ehemann verletzt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. „Er kam zur Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.“ Bei den Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Einsatzkräfte zum jetzigen Zeitpunkt zwei Luftgewehre, eine Schreckschusswaffe, einen Taser, ein Nunchaku sowie zahlreiche Datenträger sicher. Die Ermittlungen und Auswertungen dauern derzeit noch an.

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Eine Antwort
Der Besitz von Luftgewehren und der genannten Gegenstände verstößt m. W. nicht gegen das Waffengesetz. Allerdings scheint der SEK-Einsatz wieder einmal völlig unverhältnismäßig gewesen zu sein: Zahl der Einsatzkräfte, Uhrzeit (6 Uhr), Gewaltanwendung und Verletzungen etc.
Und das alles, um ein älteres Ehepaar und eine Glaubensgemeinschaft zu diffamieren?
Dieser Aufwand wäre gerechtfertigt, um die Täter des Anschlags gegen die Bahn dingfest zu machen. Aber nachdem die Antifa sich dazu bekannt hat, scheint das ja nur eine Protestaktion gewesen zu sein…