Pfarrer Bodo Kaiser verabschiedet sich aus Duisburg-Süd und geht in den Ruhestand

Pfarrer Bodo Kaiser (links) geht in den Ruhestand. Er wird am 12. April in Huckingen verabschiedet. Das Foto entstand Anfang 2024, als er mit seinen Kollegen auf die neue Großgemeinde anstieß. Archivfoto: sam
Pfarrer Bodo Kaiser (links) geht in den Ruhestand. Er wird am 12. April in Huckingen verabschiedet. Das Foto entstand Anfang 2024, als er mit seinen Kollegen auf die neue Großgemeinde anstieß. Archivfoto: sam

Pfarrer Bodo Kaiser geht in den Ruhestand und zieht nach Brandenburg. Die Evangelische Versöhnungsgemeinde Duisburg-Süd verabschiedet ihn am Sonntag, 12. April. Der zentral stattfindende Gottesdienst beginnt um 11 Uhr im Gemeindehaus Huckingen, anschließend besteht Zeit für Begegnungen. „Es waren neun tolle Jahre hier in Duisburg-Süd“, blickt der engagierte Pfarrer im Gespräch mit NORDBOTE.de zurück. „Ich bin sehr dankbar, dass ich hier dabei sein durfte.“

Die Gemeinde im Duisburger Süden sei sehr herzlich, interessiert und lebendig. Dazu zählt in seinen Augen, dass Hausaufgaben erledigt würden – zum Beispiel die Klimaneutralität der kirchlichen Gebäude in Ungelsheim. Auch die Gemeindefeste, die an den verschiedenen Kirchorten gefeiert würden, zeigten das große Engagement der Gemeindemitglieder. Der Pfarrer schätzt zudem die funktionierende Kollegenschaft. Hier stehe vor allem die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund, die Gedanken würden nicht nur um das jeweilige eigene Ego kreisen.

Sein Kollegenteam schätzt der scheidende Pfarrer, der in Essen geboren wurde, sehr. Gemeinsam wurden beispielsweise die zentralen Enterdankfeiern gestaltet - wie hier 2025 auf dem Ellerhof in Mündelheim. Archivfoto: sam
Sein Kollegenteam schätzt der scheidende Pfarrer, der in Essen geboren wurde, sehr. Gemeinsam wurden beispielsweise die zentralen Enterdankfeiern gestaltet – wie hier 2025 auf dem Ellerhof in Mündelheim. Archivfoto: sam

Durch den Weggang von Pfarrer Kaiser ergeben sich wahrscheinlich auch Veränderungen im Pfarrteam. Kaiser: „Es wird wohl nicht mehr für jeden Kirchturm eine Pfarrperson geben.“ Es sei schon schwierig gewesen, die Stelle von Rainer Kaspers wieder zu besetzen. Nur wenige junge Pfarrerinnen und Pfarrer stünden bereit. Diese würden sich ihre neuen Gemeinden sehr genau aussuchen. Kaiser: „Wir sind in der Versöhnungsgemeinde mit den drei Orten und drei unterschiedlichen Profilen auf einem guten Weg.“

Der Geistliche wirkte neun Jahre lang im Duisburger Süden - unter anderem gestaltete er die Fusion der evangelischen Gemeinde im Duisburger Süden mit. Archivfoto: sam
Der Geistliche wirkte neun Jahre lang im Duisburger Süden – unter anderem gestaltete er die Fusion der evangelischen Gemeinde im Duisburger Süden mit. Archivfoto: sam

Die Verabschiedung von Pfarrer Bodo Kaiser ist kurz nach seinem 63. Geburtstag geplant. Dann zieht er mit seiner Frau nach Brandenburg, deren Mutter hier früher gelebt hatte. Kaisers fahren seit 20 Jahren immer wieder hierhin und haben mittlerweile auf dem Grundstück ein Haus errichtet. Somit werden auch die Wege zu den Töchtern kürzer, die mittlerweile in Berlin leben.

Vermissen werde er ab Mai wahrscheinlich „das schöne Quartier Süd mit guter Infrastruktur und den Menschen, die klare Kante zeigen“. Er freut sich darauf, nur noch Lebensbegleiter und nicht mehr Administrator zu sein sowie in einer angenehmen Lebenswelt zu leben und zu arbeiten.

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