Der große Parkplatz am Kalkweg, der gerne von Erholungssuchenden der Sechs-Seen-Platte genutzt wird, soll ab Sommer 2026 nur mit Parkgebühren benutzt werden können. Mit den Stimmen von SPD, Grüne und Norbert Broda beschlossen die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Süd am Donnerstag, 4. September, außerdem hierfür eine Parkraumbewirtschaftung: Die Zufahrt wird nur bei freien Parkplätzen gewährt.
Zwischen der Straße „Am See“ und dem Café Wolfssee herrsche in den Sommermonaten großer Andrang. Sowohl Duisburger als auch auswärtige Besucher aus dem gesamten Ruhrgebiet sorgten dafür, „dass die Straßen und Parkplätze rund um das Naherholungsgebiet die Verkehrsströme nicht mehr aufnehmen können und regelmäßig ein unzumutbares Verkehrschaos entsteht“, heißt es in dem Antrag von SPD und Grüne. „Hierunter leidet insbesondere die Wedauer Bevölkerung.“ Die Suche nach Parkplätzen, möglichst nah am Wasser, führe regelmäßig zu gefährlichen Situationen, vor allem für Radfahrer und Fußgänger. Parkgebühren sollen moderat erhoben werden.
Während Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske (SPD) von „einer guten Idee“ sprach, weil alle anderen Versuche vorher gescheitert seien, stieß der Antrag bei anderen Fraktionen auf Ablehnung. Charline Kappes (FDP) plädierte dafür, dass das Erholungsgebiet für alle erreichbar sein sollte, unabhängig vom Geldbeutel. Für die CDU-Fraktion befürchtete Daniel Kegler, dass der Verkehr durch diese Maßnahmen in umliegende Straßen verdrängt werden würde: „Das ist keine adäquate Lösung.“

Neuer Bezirksdienstmitarbeiter
Zu Beginn der Sitzung hatte sich Christoph Sagante den Kommunalpolitikern vorgestellt. Er ist der neue Bezirksdienstmitarbeiter für den Duisburger Süden, ein weiterer soll bald dazukommen. Der 43-jährige ist im Stadtteil unterwegs, gut erkennbar an seiner Uniform. Anwohnende, Vereinsvertretende oder Gewerbetreibende können ihm gerne Hinweise geben oder die Probleme im Stadtteil schildern – entweder persönlich im Gespräch, per Mail oder telefonisch. Durch den Bezirksdienst vor Ort sollen schnell und unkompliziert Lösungen gefunden werden. „Wir wollen vor Ort sichtbarer werden“, erklärte sein Vorgesetzter, Daniel Rosenbach.
Planung eines Neubaus für den Löschzug 750
Zur Kenntnis nahmen die Kommunalpolitiker die Vorlage, dass gut 416.000 Euro für die Planung des Neubaus sowie der temporären Leichtbauhalle und Containereinrichtung für den Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr in Mündelheim freigegeben werden sollen. Wie berichtet, soll das ehemalige Kultur- und Freizeitzentrum abgerissen werden (BV Süd entscheidet über Abriss eines ehemaligen Kultur- und Freizeitzentrums). In der aktuellen Verwaltungsvorlage heißt es: „In der Neubauplanung soll zusätzlich geprüft werden, ob durch eine mögliche kurzfristige Realisierung des Neubaus auf die Leichtbauhalle verzichtet werden kann und somit eine mögliche Netzlücke vermieden werden kann.“ Wolfgang Schwertner (CDU) regte an, diese Variante umzusetzen.
Zeitplan: Die DIG (Duisburger Infrastrukturgesellschaft GmbH) soll schnell mit den Planungen beginnen. Die Planungszeit wird mit etwa 18 Monaten angegeben. Die Errichtung des Neubaus dauere etwa weitere 12 bis 18 Monate. Auch die Planung und Errichtung einer temporären Leichtbauhalle würde 12 bis 18 Monate betragen.
Weitere Beschlüsse in Kürze:
- Einhellig votierten die Mandatsträger dafür, eine temporäre Zweifach-Sporthalle auf dem Gelände der Gemeinschaftsgrundschule und der Katholischen Grundschule Böhmer Straße in Buchholz zu errichten. Kosten: gut 3,3 Millionen Euro. Geplante Fertigstellung: im vierten Quartal 2026.
- Geschlossen stimmten die Bezirksvertreter für den Ersatzneubau von zwei Holzbrücken über den Alten Angerbach im Erholungspark Biegerhof. Gesamtbaukosten: etwa 270.000 Euro.
- Auf Betreiben von SPD und Grüne soll die Verwaltung prüfen, ob auf der Straße „Breitenkamp“ in Serm Tempo 30 eingeführt werden kann, auch um Radfahrenden mehr Sicherheit zu geben. Mit Nein stimmten CDU und AfD.
- Geprüft werden soll außerdem, ob an der Düsseldorfer Landstraße ein „Grünpfeil“ angebracht werden kann, um das Rechtsabbiegen in die Spickerstraße zu ermöglichen. Gegen den Antrag der Grünen und SPD sprachen sich CDU und FDP aus.
- Einstimmig verabschiedeten die Mandatsträger den Prüfauftrag von SPD und Grüne, den Geisterbahnhof in Huckingen zu aktivieren.
- Gegen die Stimmen von CDU und AfD beschloss die BV, die Einbahnstraßenregelung auf der Bissingheimer Straße aufzuheben.
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