Ein Stein von einer Autobahnbrücke hat am Samstagmittag, 8. August, gegen 11.50 Uhr die Windschutzscheibe eines BMW auf der A59 getroffen. Der 60 Jahre alte Fahrer war in Fahrtrichtung Dinslaken zwischen dem Kreuz Duisburg-Süd (Autobahnkilometer 24,6) und der Anschlussstelle Duisburg-Großenbaum (Autobahnkilometer 22,4) unterwegs, als der Stein auf seinen Wagen prallte. Er und seine Beifahrerin blieben unverletzt, am Auto entstand Sachschaden. Das teilt die Polizei Duisburg mit.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg wertet die Tat als versuchten Mord, eine Mordkommission der Polizei Duisburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Zwischen den beiden Anschlussstellen liegen drei Brücken, von denen der Stein geworfen worden sein kann. Rund um die drei möglichen Tatorte sicherten die Beamten Spuren, dafür war der Bereich der Autobahn gesperrt worden.
Noch am selben Abend meldete sich um 19.30 Uhr ein 53 Jahre alter Mann auf der Wache des Polizeipräsidiums. Er gab an, in der Vergangenheit mehrfach Steine auf Autobahnen geworfen zu haben. Die Beamten nahmen ihn fest. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist der Tatverdächtige neben der Tat vom 8. August auch einer weiteren, gleichgelagerten Tat von Ende Juli dringend verdächtig. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete die zuständige Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Duisburg am Sonntag, 9. August, Untersuchungshaft gegen den 53-Jährigen an. Ob der Mann weitere Steinwürfe begangen haben könnte und was sein Motiv war, ist Gegenstand der andauernden Ermittlungen.
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