Ministerium zeichnet „Golf&more“ für Engagement im Artenschutz aus

Bei der Auszeichnung für das Engagement für Artenschutz (von links): Dr. Joseph Tumbrinck, Johannes Fülöp („Golf&more“), ein Vertreter des Golfclubs Mülheim an der Ruhr sowie Hans-Georg Blümer, GF Golfverband NRW. Foto: privat
Bei der Auszeichnung für das Engagement für Artenschutz (von links): Dr. Joseph Tumbrinck, Johannes Fülöp („Golf&more“), ein Vertreter des Golfclubs Mülheim an der Ruhr sowie Hans-Georg Blümer, GF Golfverband NRW. Foto: privat

Die Huckinger Golfanlage „Golf&more“ ist vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW für ihr Engagement im Artenschutz geehrt worden. Johannes Fülöp nahm die Auszeichnung im Namen des Unternehmens entgegen. Dr. Joseph Tumbrinck aus der Abteilung Naturschutz im Ministerium überreichte die Urkunden.

Die besondere Wertschätzung der Bemühungen des Golfsports in Sachen Artenschutz und Biodiversität sei auch dadurch deutlich geworden, dass mit André Seitz ein zweiter Vertreter des Ministeriums angereist war, so „Golf&more“. Tumbrinck überbrachte die Grüße von Umweltminister Oliver Krischer und unterstrich, dass das Thema im Ministerium einen hohen Stellenwert genießt. Auch die Zusammenarbeit zwischen Golf und NABU bewertete Tumbrinck ausdrücklich positiv.

„Golf&more“ setzt nach eigenen Angaben bereits seit Jahren verschiedene Maßnahmen um, die als Grund für die Auszeichnung genannt werden: zum Beispiel Bau von Eulenkästen, Einsaat von Wildblumenwiesen, Anlage von Feldhecken (sogenannte Benjeshecken), Anlegen von wechselfeuchten Mulden, Totholzhaufen, Natursteinmauern und Wurzelwällen für Amphibien und Vögel.

Benjeshecken werden auf dem Golfplatz in Huckingen regelmäßig zurückgeschnitten. Foto: Golf&more
Benjeshecken werden auf dem Golfplatz in Huckingen regelmäßig zurückgeschnitten. Foto: Golf&more

Die Maßnahmen für das Projekt „Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt“ hätten sich gut in das Gesamtbild integriert und würden von Mitgliedern und Gästen gut angenommen. An verschiedenen Maßnahmen seien Erklärtafeln angebracht, um Golfer und Spaziergänger über die Hintergründe und Zusammenhänge aufmerksam zu machen. Bestimmte Maßnahmen seien mit zusätzlicher Arbeit verbunden, etwa müssten die Benjeshecken regelmäßig zurückgeschnitten und einjährige Wildblumenwiesen nachgesät werden. Vor zwei Jahren sei ein ausgebildeter Forstwirt eingestellt worden, der mit den Greenkeepern die Maßnahmen umsetzt.

Ziel der Golfanlage sei es, Lebensräume zu erhalten und konkrete Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität zu unterstützen. Gegenüber NORDBOTE.de erklärte Fülöp: „Das Thema ist mir mit vier Kindern schon allein ein wichtiges Anliegen, da es um deren Zukunft geht. Wir sind seit vielen Jahren als Familie Mitglied bei der NABU und bei einer Fläche von ca. 100 Hektar gibt es viele Möglichkeiten, sinnvolle Projekte umzusetzen.“

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Ein Kommentar

  1. Wer bitteschön soll sich über das Engagement im Artenschutz „Golf&more freuen?
    Für die Erweiterung der Anlage wurden etliche Bäume und Sträucher beseitigt, der Fahrrad- und Fußgängerweg ist nach den Bauarbeiten in einem miserablen Zustand und die erweiterte Fläche ist in eine Monokultur verwandelt worden.
    Die Golf&more Verantwortlichen sehen die Sache für ihre Anlage so:
    Unkrautbekämpfung und Schädlingsbekämpfung sind wesentliche Bestandteile der Rasenpflege auf Golfplätzen. Unkraut beeinträchtigt nicht nur die Ästhetik des Platzes, sondern konkurriert auch mit dem Gras um Nährstoffe, Wasser und Sonnenlicht. Ebenso können Schädlinge wie Insekten und Krankheiten erheblichen Schaden anrichten, wenn sie nicht bekämpft werden.
    Die Natur bleibt dabei auf der Strecke!

    Der Angerbach liefert das nötige Wasser für die gesamte Golf-Fläche. In den trockenarmen Sommermonaten sind aber in den nachfolgenden Gewässern die Bäche und Teiche ausgetrocknet, für die einheimischen Lebewesen aber eine Katastrophe.

    Was sich ein Herr Tubrinck bei der Auszeichnung denkt bleibt sein Geheimnis.

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