Mapathon in Rahm: Wunsch-Radnetz entwickelt

In sechs Kleingruppen erarbeiteten die Mitwirkenden ihr Wunsch-Radnetz im Duisburger Süden. Foto: sam
In sechs Kleingruppen erarbeiteten die Mitwirkenden ihr Wunsch-Radnetz im Duisburger Süden. Foto: sam

In sechs Kleingruppen diskutierten am Samstag, 21. März, etwa 40 engagierte Bürgerinnen und Bürger über die Radwege im Duisburger Süden: wie sie sind, wie sie sein könnten und wie sie sein sollten. Die Ergebnisse dieses Mapathons, zu dem der örtliche Bürgerverein in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) eingeladen hatte, werden jetzt ausformuliert und den Lokalpolitikern und Stadtplanern als Vorschläge an die Hand gegeben.

Im Schützenhaus Rahm begrüßte Petra Berndorf vom Bürgerverein Großenbaum-Rahm die Gäste, die weitgehend mit dem Rad angereist waren. Die Mobilitätskonferenz im Herbst im Steinhof habe gezeigt, dass beim Radverkehr noch viel Luft nach oben sei und dieser sich nicht am Schreibtisch planen lasse: „Wir möchten durch unsere praktischen Erfahrungen Impulse geben.“ Für den ADFC unterstrich Christian Engelking, dass Radverkehr ein ganz wichtiges Scharnier sei, um Stadtentwicklung zu erreichen. Es gehe um umweltbewusste und nachhaltige Mobilität.

Petra Berndorf begrüßte die Teilnehmenden des Mapathons im Schützenhaus Rahm. Foto: sam
Petra Berndorf begrüßte die Teilnehmenden des Mapathons im Schützenhaus Rahm. Foto: sam

Jede der sechs Gruppen, die sich mit den einzelnen Süd-Stadtteilen beschäftigten, arbeitete mit einer großen A0-Karte. Zunächst wurden die jetzigen Wege zu verschiedenen Zielen eingezeichnet, dann wurden verbesserte Routen entwickelt, bei denen auch die Verkehrssicherheit eine große Rolle spielte. Petra Berndorf resümiert: „Sehr konkret wurden Gefahrenpunkte eingezeichnet und Ziele des täglichen Lebens identifiziert. Sicherheit unterwegs, möglichst direkte Verbindungen ohne große Umwege und zuverlässige Abstellmöglichkeiten sind die Eckpfeiler gelungener Radinfrastruktur.“

Ein großer Gefahrenpunkt sei etwa die Kreuzung an Sittardsberg: Sie sei für radelnde Schülerinnen und Schüler viel zu gefährlich. Kritisiert wurde zudem die fehlende Beleuchtung an der oft matschigen Verbindung zwischen Großenbaum-West und Huckingen, zwischen Rembergsee und Autobahnbrücke. „Eine Entlastung des Duisburger Südens durch bessere Lenkung der Lastkraftwagen ist ein wichtiger Punkt, um Gefahren zu reduzieren und die Stadtteile miteinander zu verbinden“, so die Organisatorin weiter. Jetzt würden die Ergebnisse ausgewertet. Der Bürgerverein Großenbaum-Rahm werde entsprechende Anträge und Eingaben an die Bezirksvertretung Süd und den Stadtrat formulieren. Der ADFC wird das Material für seine weitere Entwicklung eines Duisburger Radverkehrsplans nutzen.

Große Karten in der Größe A0 lagen auf den Tischen und waren gut zu bearbeiten. Foto: sam
Große Karten in der Größe A0 lagen auf den Tischen und waren gut zu bearbeiten. Foto: sam
Die Ergebnisse sollen den Stadtplanern als Vorschläge an die Hand gegeben werden. Foto: sam
Die Ergebnisse sollen den Stadtplanern als Vorschläge an die Hand gegeben werden. Foto: sam

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