Viel zu erzählen hatten mehr als 40 Mitglieder des Bürgervereins Großenbaum-Rahm, die sich am Samstag, 17. Januar, im Pfarrheim St. Hubertus getroffen haben: Der Vorstand hatte Männer und Frauen zu einem Kaffeetrinken eingeladen, die seit mehr als 30 Jahren Mitglied im Verein sind.
Vorsitzende Heike Schmitz-Fehlberg freute sich bei der Begrüßung, dass von den etwa 100 Eingeladenen so viele nach Rahm gekommen waren. Insgesamt habe der Verein derzeit gut 300 Mitglieder. Sie lud alle ein, sich untereinander am Tisch sowie mit den Vorstandsmitgliedern auszutauschen – über Aktivitäten von damals und heute. Die Vorsitzende berichtete von der Mobilitätskonferenz Duisburg-Süd, die kurz vor der Kommunalwahl im Steinhof stattgefunden hat: „Es ist wichtig, nicht nur im stillen Kämmerlein zu meckern, sondern Verwaltung und Politik zu überzeugen, Dinge zu ändern.“

Natürlich war an dem Nachmittag, der musikalisch von Jan Marc alias Jürgen Markus begleitet wurde, dabei auch so manche Anekdote zu hören. Dazu gaben die vielen Fotoalben Anregungen. Historische Ereignisse waren auch den Stellwänden und Bilderrahmen mit alten Zeitungsartikeln zu entnehmen – etwa die Einladung zur Gründungsversammlung am 21. April 1971 im Lokal „Küster“.

Drei Mitglieder waren bei dem Kaffeetrinken anwesend, die den Verein mitgegründet haben beziehungsweise kurz darauf eingetreten sind: Gerhard Hauffe, Dieter Althans und Günter Höber. Hauffe berichtete, dass er auch ohne Vorstandsamt stets mitgeholfen habe: „Ich war immer da, wenn es etwas zu tun gab!“ Er durfte das Bürgerehrenwappen entgegennehmen, das ihm Ende 2025 vom Verband der Duisburger Bürgervereine im Rathaus verliehen worden war – damals hatte er nicht ins Rathaus kommen können. In der Laudatio hatte Heike Schmitz-Fehlberg betont: „Herr Hauffe steht für eine Haltung, die man nicht oft findet: Er engagiert sich – still, zuverlässig, ohne viele Worte. Er hilft, wo Hilfe gebraucht wird. Und er tut das mit einem großen Verantwortungsgefühl für seine Mitmenschen und für unseren Stadtteil … mit Tatkraft, mit Erfahrung, und mit dem Blick für das Wesentliche.“ Er habe entscheidend dazu beigetragen, dass der Brunnen vor dem S-Bahnhof Großenbaum entstehen konnte – ein Ort, der heute für viele ein kleines Stück Heimat bedeute. Der 87-Jährige sei immer noch in seinem Tiefbauunternehmen aktiv. „Mit der Verleihung des Bürgerehrenwappens würdigen wir deshalb nicht nur einzelne Projekte oder Verdienste, sondern eine ganze Lebenshaltung: Beständigkeit, Zuverlässigkeit und das selbstverständliche Mitwirken am Gemeinwohl. Herr Hauffe hat uns gezeigt, dass Engagement nicht laut sein muss, um wirksam zu sein“, lobte die Vorsitzende.







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