Die Planung des Projekts „Supermarkt auf dem Dreiecksparkplatz“ ist jetzt auf der letzten Strecke eines langen und umständlichen Weges zum Planfeststellungsbeschluss und zur Baugenehmigung. Zum tatsächlichen, fußläufigen Weg zum Markt gibt es aber noch Fragen.
Die Abstimmungen mit einem Investor für den Supermarkt, einem sogenannten „Lebensmittel-Vollsortimenter“ in Kaiserswerth, konnten über 15 Jahre lang nicht zum Abschluss gebracht werden. Deswegen wurde Anfang vergangenen Jahres ein Ausschreibungsverfahren gestartet. Die Ergebnisse liegen jetzt vor, wie uns die Stadtverwaltung mitteilt. Mit den Bietern würde intensiv verhandelt, um die Ergebnisse zu verifizieren. In Kürze würde ein Bieter feststehen. Mit diesem würde der Bebauungsplan und die Baugenehmigung zügig vorangetrieben. Angefragte Terminvorstellungen wurden leider nicht genannt.
Die Idee, den Supermarkt angesichts der hohen Grundstückspreise in Kaiserswerth um Wohngeschosse aufzustocken, war abgelehnt worden. Begründet wurde die Ablehnung mit einer Beeinträchtigung des Stadtbildes und Lärmauswirkungen auf die umliegende Wohnbebauung.
In der bisherigen Planung ist die Fortführung eines durchgehenden, ebenerdigen Bürgersteigs vom Klemensplatz zum geplanten Supermarkt nicht vorgesehen. Die Niederrheinstraße müsste deswegen nach bisheriger Planung zweimal überquert werden, um von der Haltestelle der U79 und aus den östlich der Bahntrasse gelegenen Wohnquartieren den Supermarkt zu erreichen. Dabei ist auf dem Bürgersteig gegenüber die Senke des ehemaligen Kittalbachtals mit entsprechender Steigung zu überqueren. Dieser Weg führt zudem an den verschmierten Unterführungen vorbei – leider nicht das beste Entree nach Kaiserswerth. Er ist, zumindest im bisherigen Bebauungsplan-Entwurf, nicht in das Planungsgebiet einbezogen.
Der direkte und gefährliche Weg über die schmale Kittelbachbrücke auf dem Radweg und der Fahrbahn wäre sicher der schlechteste Ausweg. Ob sich noch eine bessere Lösung findet? Frau Dr. Dr. Marianne Hagen (FDP) hatte diese Frage bereits im vergangenen Jahr in der Bezirksvertretung gestellt. Ob dies mit einem neuen Investor möglich ist?

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