Kunstausstellung „Leichte Brise“ im Kaiserswerther Museum

Ursula Lösch, Dr. Barbara Grotkamp-Schepers, Karl Döhler, Ulrike Zilly und Kerstin Döhler (von links) eröffnen die Ausstellung. Foto: hs
Ursula Lösch, Dr. Barbara Grotkamp-Schepers, Karl Döhler, Ulrike Zilly und Kerstin Döhler (von links) eröffnen die Ausstellung. Foto: hs

Wenn der Heimat- und Bürgerverein Kaiserswerth zu einer Kunstausstellung einlädt, handelt es sich keineswegs um „lokale Vorortskunst“ von Hobbykünstlern und -künstlerinnen. Vielmehr kommen hier Bilder und Skulpturen von anerkannten, kreativen Künstlerinnen und Künstlern an die Wände des schlossartigen Schul- und Museumsgebäudes auf der Bastion St. Suitbertus, Fliednerstraße 32. Die Ausstellungen werden hervorragend kuratiert von der erfahrenen Kunsthistorikerin Dr. Barbara Grotkamp-Schepers. Es sind auch keine „Anfänger“, die hier ausstellen, sondern Künstler und Künstlerinnen, die bereits in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen hervorragten und eine Beziehung zu Düsseldorf haben, wie Ulrike Zilly. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Die Vernissage und Einführung durch Dr. Barbara Grotkamp-Schepers in ihre Ausstellung „Leichte Brise“ am 27. März füllte, wie auch bei den Ausstellungen zuvor, wieder die Aula der Grundschule. Es ist nicht anders als bei mit öffentlichen Mitteln subventionierten und finanzierten Museen. Das erfordert großes ehrenamtliches Engagement des Vereinsvorstandes, namentlich Kerstin Döhler und Ursula Lösch, und der Mitglieder, wobei Mitglied Karl Döhler hervorzuheben wäre. Aber auch das ehrenamtliche Aufsichtspersonal bei den Öffnungszeiten an Wochenenden verdient hohe Anerkennung.

Ulrike Zilly gab diesem Bild den Titel „Gute Mannschaft“. Foto: hs
Ulrike Zilly gab diesem Bild den Titel „Gute Mannschaft“. Foto: hs

Entsprechendes Niveau hat diese, bis 30. Mai 2026 laufende Ausstellung. Ulrike Zilly ist eine außergewöhnliche Zeichnerin. Aus ihren Zeichnungen werden Gemälde. Sie ist vielseitig, Leichtigkeit ist eine ihrer wichtigen Prinzipien. Sie nimmt sich Freiheiten heraus, die den Betrachter fesseln oder herausfordern, auch wenn ihre Bilder auf den ersten Blick „einfach“ (leicht!) aussehen. Nicht nur ihre Porträts zeigen oft mehr als Ähnlichkeiten mit dem Modell. Fotografien erreichen diese Tiefsicht selten. Es wird bei Ulrike Zilly deutlich, was jemand denkt und wes Geistes Kind er ist, schreibt ein Kritiker in Zillys Katalog „Porträtserie“.

Ein Besuch der Ausstellung lohnt wirklich. Der Eintritt ist frei. Aber mit einer großzügigen Spende am Ein- und Ausgang beweist man nicht nur, dass Ulrikes ausdrucksstarke „Leichtigkeit“ gefallen hat, sondern zollt den Ehrenamtlichen im Heimat- und Bürgerverein für ihr großes Engagement Anerkennung. Geöffnet ist das Museum samstags von 14 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr. Öffentliche Führungen mit der Künstlerin Ulrike Zilly finden an den Sonntagen, 12. und 17. Mai, statt, mit Dr. Barbara Grotkamp-Schepers am 26. April, jeweils um 12 Uhr. Die Finissage ist am 30. Mai um 14 Uhr. Für diese Termine ist ebenfalls freier Eintritt, aber es ist eine Anmeldung erforderlich, Telefon 0211 403614 (Anrufbeantworter) oder E-Mail info@hbv-kaiserswerth.de.

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