Lange Zeit waren sie aus unserem Stadtbild verschwunden, doch nun kehren sie zurück: Die Weißstörche erobern Düsseldorf. Während im Düsseldorfer Süden bereits häufiger wieder gebrütet wurde, ist man hier noch gespannt.
Früher war jede Sichtung eine Sensation, heute sind sie schon eher wieder „Stammgäste“: Die Rede ist von Weißstörchen. In ganz NRW erlebt die Population ein beeindruckendes Comeback. Gab es vor 30 Jahren landesweit nur drei Paare, knackte die Zahl im Jahr 2025 erstmals die 1000er-Marke.
Nun richtet sich der Blick der Naturschützer auf den Düsseldorfer Norden. Die feuchten Wiesen an Rhein, Anger, Kittel- und Schwarzbach bieten ideale Bedingungen. Bisher dienten sie den Vögeln meist nur als „Raststätte“ auf dem Flug von ihren Winterquartieren in Spanien oder Afrika. Doch das könnte sich bald ändern.
Ein Blick über die Stadtgrenze zeigt, was möglich ist: In der Rheinaue Walsum im benachbarten Duisburg brüten die Vögel seit 2010. Da Störche standorttreu sind und sich dort ansiedeln, wo das Ökosystem intakt ist (reichlich Mäuse, Amphibien und Regenwürmer), wäre eine Brut im Norden ein echtes Qualitätssiegel für die Natur.
Damit das „Projekt Storchennachwuchs“ auch bei uns im Norden glückt, appelliert der NABU eindringlich an alle Bürger: Ruhe ist das oberste Gebot.
Sollte es den Tieren gelingen, ungestört zu brüten, stehen die Chancen gut, dass sie jedes Jahr wiederkommen. Es bleibt also spannend zwischen Anger und Rhein: Wann klappert es bei uns zum ersten Mal?
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