Gemeinsam mit einem Kindergarten in Ljubljana (Slowenien) und einer Schule in Heraklion (Griechenland) hat sich die Einrichtung auf eine Reise begeben, die weit über das Stadtgebiet hinausreicht: Ein gemeinsames Erasmus-Projekt, das bis Juli 2027 den Alltag der Kinder und Erzieher prägen wird.
Erasmus+ ist das Flaggschiff-Programm der Europäischen Union für Bildung, Jugend und Sport. Mit einem beeindruckenden Budget von rund 26 Milliarden Euro für den Zeitraum 2021–2027 fördert es den kulturellen Austausch, die persönliche Weiterentwicklung und die Mobilität innerhalb Europas. Es ermöglicht pädagogischem Personal, voneinander zu lernen und neue Impulse in die heimischen Kitas und Schulen zu tragen. Kita-Leiterin Claudia Filitz ist von diesem Programm und Angebot begeistert und hat alles dafür getan, damit die KITA an diesem Programm teilnehmen darf. „Das ist schon ein ordentlicher Papierkram, der bewältigt werden muss und muss man im Vorfeld auch konkrete Ideen für die Umsetzung formulieren“, sagt sie. Aber wenn man dann mit einer Zusage belohnt wird, ist die Freude groß. Und das nicht nur bei ihr selbst, sondern auch bei ihren Kolleginnen und Kollegen sowie den Kindern und Eltern. Über den Tellerrand zu schauen und zu sehen, was in anderen Ländern passiert, wie Dinge umgesetzt werden, kann nur hilfreich sein.

Das Ziel der Kooperation ist klar definiert: Die Partnereinrichtungen tauschen sich intensiv über gesunde, lokale Ernährung sowie Bewegung im Alltag aus. Das große Finale des Projekts im Jahr 2027 wird die Veröffentlichung eines gemeinsamen Handbuchs sein, das die besten Ideen und Übungen aus allen drei Ländern bündelt.
„Jede Einrichtung darf einmal Gastgeber sein, um ihre Region, die pädagogische Arbeit und landestypische Besonderheiten vorzustellen“, erklärt Claudia Filitz. Den Auftakt machte im Januar eine Reise nach Slowenien. Das Team der Kita Zeppenheimer Weg – vertreten durch Ani Tagviashvili, Niclas Bonde und Claudia Filitz – wurde in Ljubljana gemeinsam mit den griechischen Kollegen herzlich empfangen. Vor Ort konnten sie tiefe Einblicke in die pädagogischen Konzepte der slowenischen Kita und der benachbarten Schule gewinnen.
Aktuell liegt der Fokus auf dem Thema „Bewegung“: Die Partner tauschen sich über innovative Bewegungspausen für Mitarbeiter und spielerische Übungen aus, die Kinder im Alltag in Schwung bringen. In den kommenden Tagen wird es einen ersten virtuellen Austausch zwischen den Kindern geben. Über Zoom kommen sie zusammen, um sich gegenseitig Frühlingslieder in der jeweiligen Landessprache vorzutragen. „Dabei geht es ja weniger darum, den Inhalt zu verstehen, sondern überhaupt mal eine fremde Sprache zu hören und fremde Kulturen zu sehen.“
Hinter diesem Erfolg steht die Erfahrung und Leidenschaft von Claudia Filitz. Seit 15 Jahren leitet sie die Kita und blickt auf insgesamt 34 Jahre beim selben Träger zurück. Mit 65 Jahren denkt sie noch lange nicht an den Stillstand – das aktuelle Erasmus-Projekt ist bereits das dritte große Sonderprojekt, das sie erfolgreich initiiert hat.
Dank ihres Engagements fließen auch lokale Mittel in die Kita: Durch erfolgreich beantragte Fördergelder der Sparkasse in Höhe von 4.000 Euro konnte ein eigener Obst- und Gemüsegarten angelegt werden. Dieser ist die perfekte praktische Ergänzung zum Erasmus-Thema der gesunden Ernährung – so können die Kinder direkt vor der eigenen Tür erleben, wie Äpfel und Karotten wachsen, bevor sie gemeinsam verspeist werden.
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2 Kommentare
Ein besonders interessanter Artikel, der den kulturellen Austausch pädogischer Arbeit von Frau Filitz für die Diakonie hervorhebt und die Zukunft unserer Gesellschaft somit ebnet.
Eine großartige Initiative, die bei Kindern, Eltern und Mitarbeitenden Lust macht, sich mit anderen Kulturen zu beschäftigen und dadurch viel mitzunehmen.