Kita mit sechs Gruppen soll auf GSG-Gelände entstehen

Hier soll eine neue Kita entstehen. Die Architekten stellten die ersten Pläne vor: Ursula Platzköster und Dieter Düster. Foto: sam
Hier soll eine neue Kita entstehen. Die Architekten stellten die ersten Pläne vor: Ursula Platzköster und Dieter Düster. Foto: sam

In Großenbaum soll eine neue, sechsgruppige Kindertagesstätte gebaut und vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betrieben werden – auf einer gut 2.700 Quadratmeter großen Fläche, die derzeit noch von der Großenbaumer Spielgemeinschaft (GSG) genutzt wird. Sie soll die derzeitige heilpädagogische DRK-Kita an der Swakopmunder Straße in Buchholz ersetzen und Platz für 120 bis 125 Kinder bieten.

Die Bauvoranfrage sei bei der Stadt Duisburg eingereicht worden, informierten Vertreter der GSG, Mitglieder des SPD-Ortsvereins Großenbaum/Rahm sowie die Architekten des beauftragten Architekturbüros „dd Planquadrat Architekten GmbH“, Ursula Platzköster und Dieter Düster. Düster schätzt die Herstellungskosten auf etwa vier Millionen Euro, Auftraggeber sei die Stadt. Das DRK plane, den alten Standort aufzugeben und vollständig in den geplanten, zweigeschossigen Neubau zu verlegen. „Eine Sanierung und Aufstockung des bisherigen Gebäudes wäre nicht möglich gewesen“, so der Architekt. Das Projekt werde barrierefrei und in enger Abstimmung mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg (WBD) und dem DRK geplant. Im Zuge des Umbaus sollen die bestehenden heilpädagogischen Gruppen in regelgeförderte KiBiz-Gruppen umgewandelt werden. Ein inklusiver Schwerpunkt bleibe ausdrücklich bestehen und werde bei der räumlichen Planung berücksichtigt.

Wenn alles gut laufe, könnten in der letzten Ratssitzung in diesem Jahr die Planungskosten freigegeben werden, bevor der Bauantrag gestellt werde. Mit dem Baubeginn sei dann in etwa einem Jahr zu rechnen. Ziel sei es, die Kita ab August 2027 mit Leben zu füllen. Der Bebauungsplan müsse für das Vorhaben nicht verändert werden, der bestehende Baumbestand bleibe weitgehend erhalten. Das GSG-Gelände befindet sich in städtischer Hand. Die neue Kita-Fläche, in der auch eine knapp 1.300 Quadratmeter große Spielfläche integriert ist, soll in das Sondervermögen der Stadt übertragen werden.

Auf dem GSG-Gelände informierten über das Neubauprojekt (von links): Jacqueline Dederichs, Dieter Düster, Ursula Platzköster, Uwe Ernst, Daniel Rosenbach und Jannik Neuhaus. Foto: sam
Auf dem GSG-Gelände informierten über das Neubauprojekt (von links): Jacqueline Dederichs, Dieter Düster, Ursula Platzköster, Uwe Ernst, Daniel Rosenbach und Jannik Neuhaus. Foto: sam

GSG setzt auf Synergieeffekte

Ein Stück des Vereinsgeländes abzugeben, sei der GSG nicht leichtgefallen, unterstrichen sowohl Vorsitzender Ralf Bensdorf als auch sein Stellvertreter Daniel Rosenbach, der gemeinsam mit Jacqueline Dederichs den SPD-Ortsverein Großenbaum/Rahm führt und den Kontakt herstellte. Abgegeben werden soll der südliche Teil des Parkplatzes, auf dem auch ein alter Grillstand und eine nicht mehr genutzte Boule-Anlage verlassen liegen. Die Entscheidung sei im GSG-Vorstand nach intensiver Diskussion getroffen worden, die Mitglieder seien bereits informiert. Im Gegenzug erhalte die GSG von DuisburgSport neue Container für eine Damenumkleide sowie Material – nicht mehr an der Straße, sondern direkt am Spielfeld. Zudem erhoffen sich die Sportler Synergieeffekte: Wer sich hier als Kind wohlfühle, komme sicherlich gerne auch in den Sportverein. Hierbei spiele auch die Nähe zum benachbarten Hallenbad, das bekanntermaßen im Frühjahr nächsten Jahres eröffnen soll, eine Rolle. Weiterhin entfalle ein riesiger Pflegeaufwand für das Teilstück seitens des Vereins.

Ratsherr Uwe Ernst und Bezirksvertreter Jannik Neuhaus erklärten: „Nachdem das Jugendamt den dringenden Bedarf der Kita-Betreuung für Großenbaum erklärt hat, war uns klar, dass es hier schnell eine Lösung geben muss.“ Das Projekt sei bereits in den Tabellen zur Bedarfsermittlung der Stadt aufgeführt und Teil der offiziellen Planungen zur Schaffung weiterer Kita-Plätze in Duisburg.

Die Bauvoranfrage für die neue Kita an der Großenbaumer Allee ist gestellt. Quelle: dd Planquadrat Architekten GmbH
Die Bauvoranfrage für die neue Kita an der Großenbaumer Allee ist gestellt. Quelle: dd Planquadrat Architekten GmbH

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